Teich im Bessunger Prinz-Emil-Garten wird saniert


19. November 2014 - 08:42 | von | Kategorie: Info, Umwelt | Artikel drucken
  Teilen auf: Twitter | Facebook | Google+ | AddThis

Teich im Bessunger Prinz-Emil-GartenDie Wissenschaftsstadt Darmstadt saniert ab Donnerstag (20.11.14) den Teich im Prinz-Emil-Garten. Schwerpunkt ist dabei die Überarbeitung des Teichufers. Darmstadts Bau- und Umweltdezernentin Cornelia Zuschke betont den besonderen Stellenwert der Maßnahme für den beliebten Park in Bessungen: „Der Prinz-Emil-Garten ist ein wichtiger Erholungsort für alle Darmstädter Bürgerinnen und Bürger mitten in der Stadt. Der historische Park mit seinem Schlösschen und seinen vielen Verbindungswegen, Ruhebänken und Spielangeboten für Kinder ist einer der schönsten Ruhepole des Quartiers. Gleichzeitig ist er aber auch einer der lebendigsten Parks der Stadt und bietet Raum für zwei Spielplätze, einen Bolzplatz und mit dem Nachbarschaftsheim eine wichtige kulturelle und soziale Begegnungsstätte für alle Darmstädter. Gerade deshalb nutzen wir die Herbsttage, um nach 25 Jahren den Teich im Zentrum des Prinz-Emil-Gartens gründlich zu sanieren und ihn baulich und ökologisch zu sichern. Für die Arbeiten zur Ufersanierung hat die Stadt rund 22.000 Euro bereitgestellt – gut angelegtes Geld, denn damit bewahren wir auch für die nächsten Jahrzehnte den besonderen Charakter des schönen historischen Parks.“

Die Wasserbausteine zur Uferbefestigung des Teichs im Prinz-Emil-Garten sind in den letzten Jahren allmählich in den Teich gerutscht. Dadurch liegt das Ufer stellenweise frei, und durch den zwar leichten aber stetigen Wellenschlag wird nach und nach das Ufer abgetragen und geschädigt. Eine Darmstädter Fachfirma wurde beauftragt, den Teichrand und das Ufer der Insel neu zu befestigen. Das geschieht zum Teil mit den vorhandenen Steinen und zum Teil mit neuen Wasserbausteinen aus einem heimischen Steinbruch. Gleichzeitig wird in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Teichrosenteppich und der Schilfbestand verringert. Dies ist notwendig, um den Sauerstoff- und Phosphathaushalt des Teichs zu verbessern. Teichrosen sehen zwar schön aus, tragen aber nicht aktiv zur Sauerstoffversorgung des Gewässers bei. Nach dem Umstürzen der großen Kastanien vor zwei Jahren und dem dadurch fehlenden Beschattungsdruck konnten sich die Teichrosen schnell vermehren. Die Jungbäume an gleicher Stelle brauchen zur Entwicklung eines großen Blätterdaches noch einige Jahre. Bis dahin wird der Teichrosenbewuchs manuell begrenzt, um das Verhältnis von diesen Teichpflanzen zur Wasserfläche in einem bestimmen Rahmen zu halten. Das Schilf wird vor allem an der Kaskade des Teiches zurückgenommen. Durch die verbesserte Zirkulation wird das sauerstoffreiche Wasser aus dem Bachlauf besser im Teich verteilt. In einem weiteren Sanierungsabschnitt soll eine Phosphatbindungsanlage am Teich gebaut werden. Damit wird ebenfalls eine Verbesserung der Teichbiologie angestrebt. Die Planungen zur dafür notwendigen Behandlungstechnik laufen derzeit.

Der fünf Hektar große Prinz-Emil-Garten liegt an der Heidelberger Straße zwischen Nieder- und Hermannstraße. Der Kanzler Karl Friedrich von Moser ließ dort in den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts einen Park im Stile eines englischen Lustgartens anlegen. Ab 1836 gehörte der Garten dem Prinzen Emil, nach dem der Garten heute seinen Namen hat. Nach dem Ersten Weltkrieg verwilderte der Park und wurde 1927 von der Stadt Darmstadt gekauft. Zur Finanzierung wurde der östliche Teil an die „Franziskaner Krankenbrüder“ verkauft, auf dem heute das Altenwohnheim steht. Schon damals hatte der Park Bachläufe und einen Teich. Durch zunehmende Bebauungen im Randbereich des Gartens war der Frischwasserzufluss nicht mehr gesichert. 1934 trocknete der Teich aus und wurde nach und nach aufgefüllt. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde der Garten in seinem Erscheinungsbild durch Wege und Pflanzungen vielfach verändert. Nach einem Sanierungskonzept für den gesamten Park aus den 80er Jahren des 20.Jahrhunderts wurde der Teich 1988 an seiner ursprünglichen Lage wieder hergestellt.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Teilen auf: Twitter | Facebook | Google+ | AddThis

Tags: , , , ,




Kommentar verfassen