Literaturhaus-Lesungen im November 2012


26. Oktober 2012 - 07:55 | von | Kategorie: Kultur | Artikel drucken
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Literaturhaus DarmstadtIm November 2012 lädt das Literaturhaus zu vier Lesungen ein. Den Anfang macht Emine Sevgi Özdamar am Dienstag (6.11.12) mit Ausschnitten aus ihrem Buch „Seltsame Sterne starren zur Erde“, einem deutsch-türkischen Wintermärchen (FAZ) und großen Berlin-Roman, der in den 70er Jahren spielt. Özdamar, geboren 1946 in Malatya, Türkei, ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin mehrerer preisgekrönter Stücke und Romane. Die Lesung ist eine Kooperation mit der Akademie 55plus. Die Moderation übernimmt Sigrid Geisen, die als Pädagogische Leiterin an einer Integrierten Europaschule tätig war.

Regelmäßig lädt das Literaturhaus den Stadtschreiber von Bergen-Enkheim ein: Am 13. November 2012 kommt Thomas Lehr mit Prosa und Aphorismen unter dem Titel „Größenwahn passt in die kleinste Hütte“. Nach dem Urteil der Stadtschreiber-Jury gelingt es ihm – zum Beispiel in seinem Roman „September“ – unsere Gegenwart in exemplarische Muster zu fassen und sie in eine in poetischen Partikeln aufgelöste Sprachwirklichkeit zu überführen. Thomas Lehr, 1957 in Speyer geboren, lebt in Berlin. Er wurde für sein Werk mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erschienen unter anderem die Romane Nabokovs Katze (1999), Frühling (2001), 42 (2005, Shortlist Deutscher Buchpreis) und September. Fata Morgana (2010, Shortlist Deutscher Buchpreis).

„Der Russe ist einer der Birken liebt“, so heißt ihr Buch, das Olga Grjasnowa am 20. November 2012 vorstellt. Mit wunderbarer Ausgewogenheit von Tragik und Komik erzählt Grjasnowa darin die Geschichte einer Generation, die keine Grenzen kennt. Das Buch war in den deutschen Feuilletons eines der meistbesprochenen Debüts des Frühjahrs. „Die Zeit“ befand, dass Olga Grjasnowa „aus dem Stand den Nerv ihrer Generation“ treffe. Geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan, wuchs sie im Kaukasus auf. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland und Israel. Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Derzeit studiert sie Tanzwissenschaften an der FU Berlin. Die Lesung ist eine Kooperation mit der Luise-Büchner-Bibliothek, die Einführung hält Agnes Schmidt.

Franco Biondi beschreibt in „Kostas stille Jahre“ die Entwicklung eines jungen Mannes mit Migrationshintergrund. Biondis Prosa spiegelt die Bewegungen in Europa als Einwanderungsregion der 80er und 90er Jahre wider. Ins Literaturhaus kommt er am 27. November 2012. Franco Biondi, geboren am 8. August 1947 in Forlì/Italien als Sohn einer Schaustellerfamilie, kam 1965 als Gastarbeiter nach Deutschland. Er arbeitete zehn Jahre als Schlosser, Elektroschweißer, Chemie- und Fließbandarbeiter und erwarb in Abendkursen die Mittlere Reife und das Abitur. Von 1976 bis 1982 studierte er Psychologie. Ab 1979 erste
Veröffentlichungen in deutscher Sprache. Biondi lebt in Hanau. Die Lesung ist eine Kooperation mit der Società Dante Alighieri Comitato di Darmstadt. Der Abend wird moderiert von Gracia Battista, sie unterrichtet Italienisch als Fremdsprache in verschiedenen Institutionen in Darmstadt.

Alle Lesungen beginnen um 19 Uhr. Der Eintritt kostet jeweils 6 Euro (ermäßigt 4 Euro). Kartenverkauf an der Abendkasse im Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt, oder im Internet unter www.darmstadt.de/veranstaltungskalender.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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