Die Darmstädter Künstlerkolonie auf dem Weg zum Weltkulturerbe:Dritte öffentliche Informationsveranstaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt Welterbestätten in Hessen vor – Zusatzveranstaltung zum Erhalt des denkmalgeschützten Mosaikpflasters am Südhang der Mathildenhöhe


11. Oktober 2012 - 07:58 | von | Kategorie: Veranstaltung | Artikel drucken
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Mathildenhöhe DarmstadtIn einer dritten öffentlichen Veranstaltung informiert die Wissenschaftsstadt Darmstadt am Freitag (12.10.12) um 18 Uhr im Foyer des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt, Olbrichweg 10, am Beispiel des Limes und des Klosters Lorsch über die Erfahrungen erfolgreicher hessischer Weltkulturerbestätten mit dem Antragsverfahren und der Umsetzung der Empfehlungen; auch die aktuelle Situation der beiden Welterbestätten soll dargestellt werden. Schon um 17 Uhr wird die Stadt über Verkehrsplanungen zur Bewahrung des denkmalgeschützten Kleinmosaikpflasters auf den Gehwegen am Südhang der Mathildenhöhe informieren.

Beide Veranstaltungen um 17 Uhr und 18 Uhr werden von Oberbürgermeister Jochen Partsch eröffnet. Die Planungen zum Schutz der ornamentalen Kleinmosaike auf den Gehwegen im Alexandra- und Prinz-Christians-Weg wird der Koordinator Mathildenhöhe, Nikolaus Heiss, in einem kurzen Bildervortrag vorstellen und im Anschluss gemeinsam mit Experten aus dem Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu den Verkehrsregelungen beantworten.

Um 18 Uhr beginnt dann die dritte Informationsveranstaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Weg der Künstlerkolonie zum Weltkulturerbe. Nach der Begrüßung durch die Hochschule Darmstadt und einer Einführung durch Oberbürgermeister Jochen Partsch wird der Direktor des Saalburgmuseums, Professor Dr. Egon Schallmayer, über das Antragsverfahren zur Anerkennung des Limes als Weltkulturerbe und die aktuelle Situation berichten. Anschließend stellt Dr. Hermann Schefers (geschäftsführender Leiter des Museumszentrums Lorsch) die aktuelle Situation des Weltkulturdenkmals Kloster Lorsch vor. Beide Referenten stehen danach für Fragen und Diskussionen mit dem Publikum zur Verfügung.

Die Moderation der Veranstaltung übernimmt die Bürgerbeauftragte der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Imke Jung-Kroh.

„Auch mit der dritten Veranstaltung zum Weg der Künstlerkolonie zum Weltkulturerbe setzen wir die umfassende Information und Beteiligung der Bürger konsequent fort. Der Diskurs zur Anerkennung der Mathildenhöhe als Welterbestätte ist für die Stadtgesellschaft von zentraler Bedeutung, bürgerschaftliche Beteiligung steht für uns im Mittelpunkt des Prozesses. Dabei haben wir das Glück, von erfolgreichen Bewerbern um den Welterbestatus lernen zu können und Informationen aus erster Hand zu bekommen. Wir alle werden davon profitieren und die Erfahrungen rund um die Anerkennungsverfahren des Limes und des Klosters Lorsch in unsere Diskussionen einbeziehen“, erläutert Darmstadts Kulturdezernent, Oberbürgermeister Jochen Partsch die Konzeption des Informationsabends.

Die Darmstädter Künstlerkolonie Mathildenhöhe gilt als bedeutendes Ensemble künstlerisch-experimentellen Schaffens der internationalen Reformbewegung am Beginn des 20. Jahrhunderts. Wegen dieser einzigartigen kulturgeschichtlichen Bedeutung der Künstlerkolonie Mathildenhöhe beschloss die Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt Anfang 2008 die Prüfung einer möglichen Anmeldung zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Antrag zur Aufnahme der Künstlerkolonie Mathildenhöhe in die Tentativliste gemäß den Bestimmungen der UNESCO und des Welterbe-Komitees für Weltkulturerbestätten wurde am 13. Juli beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst eingereicht, das ihn zum 1. August 2012 an die Kultusministerkonferenz weitergeleitet hat. Voraussichtlich im Jahr 2013 wird eine Expertenkommission eine Evaluation aller deutschen Anträge vornehmen und die getroffene Auswahl der Kultusministerkonferenz zur Aufnahme in die Tentativliste vorschlagen. Aus Deutschland werden sich voraussichtlich rund 40 Stätten bewerben. Bis Februar 2015 wird die alte Tentativliste von 1989 abgearbeitet, das heißt, dass erst dann Deutschland in jedem Jahr aus der neuen Liste eine Kulturerbe- und eine Naturerbestätte der UNESCO-Kommission in Paris vorschlagen wird. Wann Darmstadt, falls es in die Tentativliste aufgenommen wurde, dann seinen Antrag einreichen kann, ist aktuell noch nicht abzusehen.

Eine Dokumentation zum Thema gibt es im Internet unter: http://www.darmstadt.de/darmstadt-erleben/jugendstil.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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