Gemeinsame Stellungnahme zu aktuellen Entwicklungen um die ICE-Neubaustrecke des Oberbürgermeisters der Wissenschaftsstadt Darmstadt, des Landrates des Kreises Darmstadt-Dieburg und des Landrates des Kreises Bergstraße


7. Februar 2012 - 07:45 | von | Kategorie: Verkehr | Artikel drucken
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Darmstadt Hbf„Auch wir sehen den Zeitpunkt gekommen, die Planung für die ICE-Neubaustrecke in Frage zu stellen und unterstützen die vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebene Studie. Endlich hat der Bund erkannt, dass die von der Bahn seit 19 Jahren betriebene Planung einer ICE-Neubaustrecke allein nicht zielführend sein kann, um die künftigen Verkehrsströme im Bahnverkehr in unserer Region zu lösen.

Wir gehen gemeinsam davon aus, dass die Untersuchung zur „Entwicklung einer verkehrlichen Konzeption für den Eisenbahnkorridor Mittelrheinachse – Rhein-Main – Rhein/Neckar – Karlsruhe“ alle Nutzer der Bahnstrecken vorbehaltlos und gleichrangig berücksichtigt.

Wir fordern das Heraushalten der Güterverkehre aus den Ortslagen, vor allem nachts.

Beim Festhalten an der seitherigen Planung der Bahn wäre damit zu rechnen, das der Güterverkehr zunehmend auf die Main-Neckar-Bahn von Darmstadt entlang der Bergstraße gelenkt werden würde.

Für die ICE-Neubaustrecke war kein Güterverkehr mehr vorgesehen. Daher sollte die Planung umgekehrt und eine Neubaustrecke für den Güterverkehr entlang der Autobahnen gebaut werden.

Damit schaffen wir Freiräume für den Personennahverkehr und den Personenverkehr auf der vorhandenen Strecke.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Damit können wir alle Probleme aus den endlos langen Diskussionen der vergangenen Jahre lösen. Es würden ausreichend Kapazitäten geschaffen, damit der Darmstädter Hauptbahnhof in den nationalen Takt im Fernverkehr eingebunden wird und regelmäßig ICE`s in Darmstadt halten könnten und gleichzeitig der Güterverkehr aus dem Stadtgebiet herausgehalten wird“.

Klaus Peter Schellhaas, Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg: „Die vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebene Studie kann eine Chance sein, die Frage der ICE-Anbindung für Darmstadt und die Region neu zu denken. Das sollten wir jetzt auch gemeinsam als Chance begreifen und hier enger zusammenrücken!“

Matthias Wilkes, Landrat des Landkreises Bergstraße: „Ganz besonders wichtig ist mir, die von der Deutschen Bahn AG in erreichbare Nähe gerückte Einrichtung des „ICE-Wissenschaftsshuttles“ zwischen dem Hauptbahnhof Darmstadt über die Bahnhöfe Bensheim und Weinheim nach Heidelberg und dem direkten Anschluss der Rhein-Neckar-Bahn über den Hauptbahnhof in Darmstadt an den Fernbahnhof Flughafen Frankfurt. Mit der Lösung, den Güterverkehr von der bestehenden Schienentrasse zu nehmen, ergibt sich eine neue Option für den ÖPNV, nämlich die direkte und gut vertaktete S-Bahn zwischen Rhein-Main und Rhein-Neckar. Gleichzeitig wird auch die Lärmbelastung durch Güterzüge für die Gemeinden der Riedbahn (Groß-Rohrheim, Biblis, Bürstadt, Lampertheim) und der Rhein-Neckar-Bahn (Zwingenberg, Auerbach, Bensheim, Heppenheim) deutlich reduziert.“

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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