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Beteiligung von Jugendlichen und Kindern noch ohne tragfähige Ergebnisse – Baudezernent Dieter Wenzel: „Mit der Fertigstellung der neuen Freizeitanlage am Schießplatzgelände ist nicht vor Mitte 2011 zu rechnen“

„Im Rahmen der Umsetzung des Investitionsprogrammes Spielplätze ist vorgesehen, einen Bereich auf dem Gelände des ehemaligen Schießplatzes mit einer asphaltierten Skatefläche und einer einfachen Rasen-Ballspielfläche mit Ballfangzaun und Toren auszubauen, allerdings ist zur Absicherung dieses Bauprogrammes die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus der Heimstättensiedlung und aus dem Wohngebiet Ernst-Ludwig-Park vorgesehen, das erst im zweiten Halbjahr 2010 begonnen wurde und das durch die Ferienzeit bisher noch kein tragfähiges Ergebnis erbracht hat“, antwortet Stadtrat Dieter Wenzel auf eine Kleine Anfrage der Stadtverordneten Corinna Reitz (SPD).

„Über das Jugendamt ist die Matthäusgemeinde als Betreiberin des einzigen Jugendhauses vor Ort in die Planungen eng eingebunden. In Abhängigkeit von den Ergebnissen des Beteiligungsverfahrens und den Wunschvorstellungen der Kinder und Jugendlichen wird geprüft, was an dem vorgesehenen Standort und in dem Kostenrahmen von 50.000 Euro realisierbar ist“, so Baudezernent Wenzel weiter. Geprüft wird auch, ob einzelne Module der Skateranlage aus der Lincoln-Siedlung umgesetzt werden können. Hinterfragt wird noch einmal der Bedarf eines Ballspielplatzes auf dem Gelände. Laut Wenzel soll der jetzt vorhandene Rodelhang von Einbauten freigehalten werden, da er in den Wintermonaten stark genutzt wird. Die vorhandene 20 Meter lange Seilbahn soll am Standort verbleiben.

Im Jahr 2009 hatte die Bearbeitung der Projekte aus dem Konjunkturprogramm des Landes Hessen beim Grünflächenamt absolute Priorität, da für die Fördermaßnahmen konkrete terminliche Vorgaben einzuhalten waren. „Die Projekte sind mittlerweile soweit fortgeschritten oder abgeschlossen, dass die zunächst zurückgestellten Planungen zum Schießplatz jetzt mit Priorität aufgenommen werden können“, kündigt Wenzel an.

„Die jüngsten Erfahrungen mit Lärmbeschwerden bei bestehenden Bolzplätzen und den Genehmigungsverfahren für den Neubau von Bolzplätzen und der Skateranlage im Bürgerpark Nord haben gezeigt, dass Bewegungsflächen für Jugendliche mit sportlichen Aktivitäten wie Skaten nur umgesetzt werden können, wenn ein entsprechendes Lärmgutachten vorliegt. Es ist zu gewährleisten, dass die umliegende Wohnbebauung durch eine neue Freizeitanlage am Schießplatzgelände keinen unzumutbaren Lärmbelästigungen ausgesetzt wird. Hierdurch verlängert sich die Planungszeit, da erst im Anschluss mit der konkreten Umsetzung der Maßnahme begonnen werden kann.

Es ist daher davon auszugehen, dass mit einer Fertigstellung der neuen Freizeitanlage am Schießplatzgelände vor Mitte 2011 nicht zu rechnen ist“, sagt Wenzel abschließend.

Quelle: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst