Grundsteinlegung Neubau eines zweigeschossigen Fachklassentraktes an der Bertolt-Brecht-Schule


16. April 2010 - 08:06 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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Schuldezernent Dr. Dierk Molter und Baudezernent Dieter Wenzel legten am Donnerstag (15.04.2010) den Grundstein für den Neubau eines zweigeschossigen Fachklassentraktes an der Bertolt-Brecht-Schule. Mit dem Neubau beginnt der erste Abschnitt der Bauarbeiten an dem einzig reinen Oberstufengymnasium in Darmstadt, das derzeit 650 Schüler besuchen und an dem 75 Lehrer arbeiten. „Da diese Schule vor allem denjenigen Schülern die Möglichkeit eines gymnasialen Schulabschlusses bietet, die nicht den Weg des sogenannten grundständigen Gymnasiums gegangen sind, trägt sie in verstärktem Maße zur Chancengleichheit bei. Mit dem Neubau werden räumlich die Voraussetzungen geschaffen, damit die Schule auch weiterhin hohe Akzeptanz finden wird“, stellt Schuldezernent Dr. Molter anerkennend fest. Der Neubau wird mit Mitteln des Konjunkturprogramms des Landes Hessen verwirklicht. Die Fördermittel betragen 5 Millionen Euro. Der Neubau des Fachklassentraktes ist die größte Neubaumaßnahme, die im Rahmen des Konjunkturprogramms von dem Eigenbetrieb Immobilienmanagement für die Wissenschaftsstadt Darmstadt umgesetzt wird. Die Baufertigstellung ist für Mai 2011 geplant, in Betrieb gehen soll der Neubau im Herbst 2011.

Im Rahmen des Schulbausanierungsprogramms wurde 2006 für die Gesamtsanierung der Bertolt-Brecht-Schule ein europaweites Auswahlverfahren für Architekten und Ingenieure ausgeschrieben. Das Auswahlverfahren hatte das Architekturbüro agn Niederberghaus & Partner GmbH aus Ibbenbühren und das Ingenieurbüro IGB Katzschmann aus Mannheim für sich entschieden. Im Rahmen der Vorentwurfsplanung wurde festgestellt, dass die Sanierung der vorhandenen Fachklassen, mit dem technischen Stand aus dem Jahr 1972, teurer werden würde als ein Neubau. So beginnt die Gesamtsanierung der Bertolt-Brecht-Schule mit dem Neubau des Fachklassentraktes, der eine Bruttogeschossfläche von 2.350 m² ausweist.

„Insgesamt entstehen 18 Klassenräume, ein Lehrerstützpunkt, zwei große Sammlungs- und Vorbereitungsräume für die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik sowie die dazugehörigen Nebenräume.

Die Hälfte der Klassenräume wird mit einer umfangreichen technischen Laborausstattung für Experimente ausgestattet, alle Räume werden vernetzt und erhalten Internetzugang“, kündigt Stadtrat Molter an.

In konventioneller Bauweise konzipiert – Außenwände, Stützen und Flurwände sind in Stahlbeton errichtet und mit einem Flachdach versehen – entsteht der Neubau westlich des Hauptgebäudes als zweigeschossiges Gebäude.

„Die Gebäudestruktur der vorhandenen Schulgebäude wird aufgenommen und durch die Gliederung der horizontal angelegten Fensterfronten und die farbige Verkleidung des Baukörpers neu interpretiert. Durch einen Verbindungsgang im Norden wird das neue Gebäude mit dem Hauptgebäude der Schule verbunden.

So entsteht unter anderem ein nach Süden geöffneter Innenhof, der vielfältig genutzt werden kann. Das Gebäude kann zudem separat von Süden durch den neuen Haupteingang betreten werden und ist durch eine Aufzugsanlage behindertengerecht ausgestattet“, stellt Stadtrat Wenzel die Baumaßnahme weiter vor.

Energetisch kommt das Gebäude nahe an den Passivhausstandard heran, sämtliche Unterrichts- und Fachklassenräume erhalten eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die zentrale Lüftungsanlage ist auf dem Flachdach angeordnet. Die Wärmeversorgung erfolgt über die Heizungsanlage des Hauptgebäudes. Die Fenster sind mit einer Dreifachverglasung ausgestattet und unterstützen dadurch die Effekte der solaren Energiegewinnung.

Das Gebäude erhält eine Gebäudeleittechnik, die die Beleuchtung, die Lüftung und die Heizung regelt. Jeder Klassenraum kann über ein sogenanntes BUS-System (Binary-Unity-System) einzeln überwacht und angesteuert werden. Die zentralen sicherheitstechnischen Anlagen wie Brandmeldeanlage, elektroakustische Anlage und Sicherheitslichtanlage sowie die Stromversorgung, die Gebäudeleittechnik und die Anlagen zur Kommunikation werden im Keller des Neubaus installiert.

Quelle: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst

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