Open-Air-Filmnacht auf der Mathildenhöhe Darmstadt


12. August 2009 - 17:43 | von | Kategorie: Kultur | Artikel drucken
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Nedko Solakov - Mathildenhöhe DarmstadtIm Rahmen der Ausstellung Nedko Solakov. Emotions (without masks) zeigt die Mathildenhöhe Darmstadt am Samstag, dem 15. August 2009 ab 21.30 Uhr vor dem Ausstellungsgebäude den Stummfilm-Klassiker „City Lights“ / „Lichter der Großstadt“ (USA 1931) von und mit Charlie Chaplin. Ab 18 Uhr erhalten Besucher der Mathildenhöhe ermäßigten Eintritt in die Solakov-Ausstellung. Bis zum Beginn des Films bieten wir stündlich kostenlose Kurzführungen an (18, 19, 20 und 21 Uhr).

In der Rauminstallation „I love them“ von 2007 hat Nedko Solakov seine Lieblingsfilme künstlerisch verarbeitet. Im Gespräch mit Museumsdirektor und Kurator Dr. Ralf Beil nennt er zwei Gründe, warum Charlie Chaplins „City Lights“ zu einem seiner sieben Lieblingsfilme zählt: „Zum einen hat der Film mich emotional sehr berührt, zum anderen ist mein künstlerisches Verfahren Chaplins Arbeitsweise sehr nahe.“ Der Regisseur Chaplin hat bisweilen erst auf dem Set, inspiriert von Dekor und Bühnenaufbauten, seine Filmideen entwickelt, sich also direkt vom vorgegebenen Kontext anregen lassen. Genauso hat Nedko Solakov sich auf der Mathildenhöhe Darmstadt vom Licht und der Architektur der vorangegangenen Masken-Ausstellung zu seiner Totalinstallation inspirieren lassen. Charlie Chaplin notiert in seiner Autobiografie „Die Geschichte meines Lebens“: „Aus dem Zusammengetragenen auswählen – das ist die Methode, das zu finden, was man braucht.“
Bis in die Strategie der Lebensbewältigung durch absurden Witz und Situationskomik ähneln sich die beiden Künstler. „Der Humor sorgt dafür, dass die Bösartigkeit des Lebens uns nicht ganz und gar überwältigt.“ Dies könnte sehr gut eine Aussage des bulgarischen Gegenwartskünstlers sein – es stammt jedoch von Charlie Chaplin.

Zum Film: Um einem blinden Blumenmädchen (Virginia Cherril) eine rettende, aber für sie unerschwingliche Augenoperation zu ermöglichen, begibt sich der verliebte Vagabund (Charlie Chaplin) in aberwitzige Situationen. Nachdem das Mädchen sein Augenlicht wiedererlangt hat, folgt der wohl bewegendste Filmmoment, der je gedreht wurde.

Weitere Lieblingsfilme Solakovs Do, 17. September: „Die sieben Samurai“ (Akira Kurosawa, 1954) und Do, 1. Oktober: „Amarcord“ (Federico Fellini, 1973), Bildhauerateliers, Museum Künstlerkolonie 5/3 €.

Quelle & Bild: Institut Mathildenhöhe

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