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Neubau des Lehrzentrums im Fachbereich Maschinenbau für 13,3 Millionen Euro eröffnet


23. Juni 2017 - 07:39 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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TU DarmstadtEin Multifunktionsgebäude des Fachbereichs Maschinenbau mit Computer-Pool-Räumen für 320 Studierende und drei Hallen für Forschung und Lehre ist auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt feierlich eröffnet worden. Kosten für den dreigeschossigen Neubau mit 2.750 Quadratmeter Nutzfläche: 13,3 Millionen Euro. Das Haus trägt den Namen „Gerhard-Pahl-Zentrum“.

Mit dem neuen „Lehrzentrum Maschinenbau“ sei „ein Meilenstein erreicht“, um die bisher auf zwei Standorte verteilten Fachgebiete des Fachbereichs Maschinenbau auf der Lichtwiese zusammenzuführen, sagte der Kanzler der TU, Dr. Manfred Efinger, während der Einweihungsfeier. „Das Lehrzentrum ist ein erheblicher qualitativer Zugewinn in der Lehre und Forschung im Fachbereich Maschinenbau. Die räumliche Nähe erleichtert die Studien- und Forschungsbedingungen und wird neue Impulse für die Zusammenarbeit bewirken“, betonte Efinger.

Vier Fachgebiete des Maschinenbaus werden das Gebäude nutzen – „Angewandte Dynamik“, „Datenverarbeitung in der Konstruktion“, „Mechatronische Systeme im Maschinenbau“ sowie „Produktentwicklung und Maschinenelemente“. Im Erdgeschoss des Lehrzentrums befinden sich weiträumige Hallen mit großzügigen Fensterflächen; im ersten und zweiten Obergeschoss sind Büro- und Sozialräume sowie ein Schulungsraum mit Werkstatt für 25 Personen zu finden. In vier PC-Pool-Räumen können bis zu 320 Studierende arbeiten.

„Das neue Lehrzentrum ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Fachbereichs Maschinenbau“, betonte der Dekan des Fachbereich Maschinenbau, Prof. Dr. techn. Christian Beidl. „Die damit gegebene räumliche Nähe der Fachgebiete ermöglicht eine zukunftsweisende Vernetzung von Forschungsthemen, insbesondere aber eine optimale Vernetzung von Forschung und Lehre. Das neue Lehrzentrum ermöglicht die Ausbildung der Studierenden in modern gestalteten Computerlaboren. Die Infrastruktur ist auf neuestem Stand, zudem können mit den geschaffenen Räumen neue Versuchseinrichtungen für experimentelle Arbeiten realisiert werden.“

In seiner Ansprache ging Kanzler Efinger auch auf die architektonische Qualität des Neubaus ein: „Es ist ein richtiger Hingucker geworden. Ich möchte den Architekten und dem Projektteam zu diesem gelungenen Neubau gratulieren und ihnen ein besonderes Lob aussprechen.“ Der Neubau fügt sich durch seine Höhe und seine vorgehängte Sichtbetonplatten-Fassade in die überwiegend denkmalgeschützte Umgebung der 1970er Jahre ein. Im Maschinenbau-Quartier sind in den vergangenen Jahren mehrere Neubauten entstanden – so etwa die Energieeffizienz-Modellfabrik ETA, eine Fahrzeug-Versuchshalle und die sogenannte CO2-Versuchshalle.

Ebenso wurde im vorigen Jahr die Außenbeleuchtung im Quartier Maschinenbau erneuert und auf LED-Technologie umgestellt. Und die Freifläche südlich des Neubaus wird im Sinne einer Quartiersmitte umgestaltet werden – diese Maßnahmen unterstreichen, wie die Erneuerung der baulichen Substanz zunehmend mit der Gestaltung der Außenräume verknüpft wird: Funktionsflächen im Freien mit „Lager- und Hofcharakter“ verändern sich nach und nach zu Orten, an denen sich Studierende und Beschäftigte gerne aufhalten.

Hintergrund: Gerhard Pahl
Das Präsidium der TU Darmstadt hat beschlossen, das Lehrzentrum nach Gerhard Pahl zu benennen.
Gerhard Pahl (1925–2015) studierte nach Kriegsdienst und amerikanischer Gefangenschaft von 1946 bis 1951 Maschinenbau an der TH Darmstadt. 1955 wurde er mit dem Thema „Untersuchungen von offenen Ringen als Sicherungselemente im Maschinenbau“ promoviert. Von 1955 bis 1964 war er im Turbinen- und Strömungsmaschinenbau in der Industrie tätig, bevor er 1964 auf den Lehrstuhl für Maschinenelemente der TH Darmstadt berufen wurde.
Seine Pionierarbeiten im Bereich der modernen  Konstruktionslehre haben national und international zu großer Anerkennung geführt. Neben seinen Forschungsarbeiten engagierte sich Gerhard Pahl auf dem Gebiet der Wissenschaftspolitik. So war er unter anderem von 1978 bis 1984 Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), von 1980 bis 1986 im Senat der Fraunhofer Gesellschaft, außerdem Mitte der 1980er-Jahre Gründungsmitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin (West).
Für seine Leistungen wurde er unter anderem mit der Ehrenmedaille in Gold des VDI, mit der Ehrenmedaille der DECHEMA, mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, dem Großen Bundesverdienstkreuz, mit der Ehrendoktorwürde der Universität der chemischen Industrie Vezprem/Ungarn, mit der Ehrendoktorwürde der TU München und der Tongji-Universität/China ausgezeichnet. Die TU Darmstadt ehrte Gerhard Pahl im Jahr 2005 mit der Verleihung der Erasmus Kittler Medaille.
Mit der Benennung des Lehrzentrums würdigt die TU Darmstadt posthum die wissenschaftlichen Leistungen und das Engagement Pahls in Forschung und Lehre.

Daten und Fakten Lehrzentrum
Bauherr: Präsident der TU Darmstadt
Nutzer: vier Fachgebiete des Fachbereichs Maschinenbau
Projektleitung: TU Darmstadt – Dezernat Baumanagement und Technischer Betrieb
Entwurf und Ausführungsleitung: Architekten und Stadtplaner Kister, Scheithauer und Gross, Köln
Nutzfläche: 2.751 m²
Brutto-Grundfläche: 4.812 m²
Baukosten: 13,3 Millionen Euro
Bauzeit: 20 Monate

Quelle: TU Darmstadt

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