Wissenschaftsstadt Darmstadt geht auch im Frühjahr 2017 wieder gegen Eichenprozessionsspinner vor


19. April 2017 - 08:09 | von | Kategorie: Umwelt | Artikel drucken
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Eichenprozessionsspinner - Bild: By Accipiter (R. Altenkamp, Berlin) (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia CommonsWie in den zurückliegenden Jahren geht die Wissenschaftsstadt Darmstadt auch in diesem Jahr wieder gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners vor. Dabei werden insgesamt 3545 Bäume prophylaktisch mit einem biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel behandelt. Die präventive Bekämpfung erfolgt voraussichtlich Ende April bis Mitte Mai 2017. Die Bäume werden dann mittels Hubarbeitsbühne oder Hochleistungssprühkanone besprüht.

Die befallenen Eichen befinden sich im gesamten Stadtgebiet verteilt auf Spielplätzen, Friedhöfen, in öffentlichen Grünanlagen und Straßen, in Kindergärten, Schulen und Freibädern, sowie im Vivarium. An Gewässern in einzelnen, in sich geschlossenen Objekten ist ebenfalls eine Behandlung mit einem für Menschen unbedenklichen biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel (Nematoden-Fadenwürmer) vorgesehen (Großer Woog, Steinbrücker Teich, Grube Prinz-von-Hessen, Erich-Kästner-See, Arheilger Mühlchen).
Da die Fadenwürmer sehr licht- und austrocknungsempfindlich sind, ist die Anwendung nur in den späten Abend- und Nachtstunden (zwischen 19 und 6 Uhr) möglich. Das Grünflächenamt und die ausführende Firma werden versuchen, dass die Lärmbelästigung für die Anwohner möglichst gering gehalten wird. Ergänzend zur Bekämpfungsmethode vom Boden aus werden auch dieses Jahr einzelne Anlagen (z.B. Waldfriedhof, Tierschutzverein Darmstadt e.V.) vom Hubschrauber aus besprüht. Hierfür werden die Anlagen für kurze Zeit gesperrt. Bekannt ist der Eichenprozessionsspinner als eher selten vorkommender Forstschädling, der bevorzugt Eichen im Wald befällt. Aufgrund der heißen Sommer der letzten Jahre und des milden Winters ist mit einem massiv erhöhten Vorkommen des Eichenprozessionsspinners auch in innerstädtischen Bereichen zu rechnen. Die unscheinbaren Schmetterlingsraupen bilden im Laufe des 3. Larvenstadiums so genannte Brennhaare aus, welche bei Kontakt mit Mensch und Tier Hautrötungen mit Schwellungen und Juckreiz bis hin zu asthmatischen Anfällen und allergischen Schockreaktionen auslösen können.

Für Fragen zum Thema Eichenprozessionsspinner und für Hinweise auf Standorte befallener Eichen steht der Darmstädter Bevölkerung das Grünflächenamt Telefon 06151/13-4507 zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auch online.

Bild: By Accipiter (R. Altenkamp, Berlin) (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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