Intelligente Lastüberwachung mit Bordsensorik – Doppelerfolg für TU-Gründer bei Wettbewerb „Digitale Innovationen“ auf CeBIT


22. März 2017 - 07:32 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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TU DarmstadtIm Rahmen der diesjährigen CeBIT sind die Preisträger des „Gründerwettbewerbs – Digitale Innovationen“  in Hannover ausgezeichnet worden. Einen Doppelerfolg konnte dabei die COMPREDICT GmbH verbuchen, eine Gründung aus der TU Darmstadt. Das innovative Unternehmen erhielt einen der sechs Hauptpreise sowie den Sonderpreis „Big Data“ und damit insgesamt ein Preisgeld von 42.000 Euro. 

Die Gründer und Preisträger Dr. Rafael Fietzek, Dr. Sascha Hauke, Dr. Stéphane Foulard und Prof. Stephan Rinderknecht überzeugten die Jury in den zwei Wettbewerbsphasen mit der von ihnen entworfenen Software: Autoteile sind großen Belastungen ausgesetzt, die sich in der Realität sehr stark von den Annahmen unterscheiden können, die während der Entwicklung getroffen werden. Die Software compLIFE des Gründerteams COMPREDICT erhebt in Echtzeit während der Autofahrt mit den bereits im Fahrzeug vorhandenen Sensoren Informationen zur Belastung der Fahrzeugteile. Aus den Informationen erstellt die Software ein Nutzungsprofil und berechnet die jeweilige Rest-Lebensdauer der belasteten Fahrzeugkomponenten.

Autohersteller und -zulieferer können mit COMPREDICT erkennen, wie eingesetzte Fahrzeugkomponenten in der Praxis tatsächlich beansprucht werden und bei Unterdimensionierung gegebenenfalls durch konstruktive Verstärkungen der jeweiligen Komponenten die Zuverlässigkeit erhöhen oder bei Überdimensionierung das Gewicht reduzieren. Autobesitzer erkennen mit COMPREDICT ausfallgefährdete Fahrzeugteile und können vorsorgliche Wartungsmaßnahmen ausführen. Um den Datenschutz zu wahren, werden keine personenbezogenen Nutzungsdaten erhoben, die beispielsweise Rückschlüsse auf an bestimmten Orten gefahrene Geschwindigkeiten zulassen.

COMPREDICT   wird zur Zeit mit dem EXIST Gründerstipendium gefördert und in diesem Rahmen vom Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST an der TU Darmstadt intensiv betreut. Die Gründer haben im September 2016 auch den Johann Puch Automotive Award for Open Innovation vom Automobilzulieferer Magna für ihre Idee erhalten.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt mit dem „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ Unternehmensgründungen, bei denen innovative Informations- und Kommunikationstechnologien zentraler Bestandteil des Produkts oder der Dienstleistung sind. In jeder Wettbewerbsrunde werden bis zu sechs Gründungsideen mit Hauptpreisen von jeweils 32.000 Euro ausgezeichnet. Das Preisgeld soll als Startkapital für eine Unternehmensgründung dienen. Insgesamt 306 Gründerteams hatten sich um den Preis beworben.

Weitere Informationen
http://www.complife.de/
http://www.highest.tu-darmstadt.de/highest/index.de.jsp
http://www.gruenderwettbewerb.de/

Quelle: TU Darmstadt

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