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Wissenschaftsstadt Darmstadt führt Tempo-30 in der Hügelstraße ein


24. Januar 2017 - 07:41 | von | Kategorie: Verkehr | Artikel drucken
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Mehr Verkehrssicherheit und eine spürbare Lärmreduzierung: Von der Einführung einer Tempo-30 Streckenbeschilderung in der Hügelstraße erhofft sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt positive Effekte für den prominenten Straßenabschnitt mitten in der Darmstädter Innenstadt. Am Montag (23.01.17) stellte Oberbürgermeister Jochen Partsch vor Ort die Maßnahme vor. Die neue Geschwindigkeitsregelung gilt ab sofort vom Ausgang des City-Tunnels bis zur Kreuzung Hügelstraße / Karlstraße zunächst für ein Jahr. Danach wird es eine Evaluierung geben. Die Kosten für die Maßnahme (Installation der Verkehrszeichen) betragen rund 2500 Euro.

„Mit der Einführung der neuen Tempo-30 Streckenbeschilderung in der Hügelstraße kommen wir zum einen den Empfehlungen der Unfallkommission nach und reagieren zum anderen auf die an uns herangetragenen Hinweise aus der Bürgerschaft. Durch den dort von vielen Verkehrsteilnehmern vollzogenen Spurwechsel haben wir es vor allem im Bereich der von der Hügelstraße abknickenden Schützenstraße mit einem Unfallschwerpunkt zu tun. Durch die Verringerung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit vom Tempo 50 auf Tempo 30 entschärfen wir diesen kritischen Bereich und erhoffen uns von der Maßnahme gleichzeitig eine spürbare Lärmreduktion. Zunächst wird diese Regelung testweise für ein Jahr gelten. In dieser Zeit werden wir alle relevanten Daten zur Überprüfung der Maßnahme erheben, um dann eine Evaluierung vorzunehmen, die uns zeigen soll, ob die Maßnahme Geschwindigkeitsreduktion geeignet ist, die Anzahl der Unfälle zu reduzieren. Auf dieser Basis entscheiden wir dann, ob die Regelung fest eingeführt wird, oder ob wir über alternative Maßnahmen nachdenken müssen. In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch noch einmal für die konstruktiven Hinweise aus der Bürgerschaft bedanken“, erklärte Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Die Einrichtung der neuen Geschwindigkeitsregelung geht vor allem zurück auf die jährliche Auswertung der Unfallkommission, in der neben Vertretern der Stadt auch die Polizei mit dabei ist. So stellte die Kommission fest, dass im Bereich Hügelstraße/Schützenstraße eine Unfallhäufungsstelle vorliegt. Eine solche ist dann gegeben, wenn es in dem Bereich in den vergangenen drei Jahren drei Schwerverletzte Personen oder mindestens fünf gleichartige Unfälle innerhalb eines Jahres gegeben hat. Letzteres trifft auf den fraglichen Streckenabschnitt zu: Im Jahr 2015 sind in diesem Streckenabschnitt  insgesamt 12 Unfälle mit seitlicher Berührung von der Polizei erfasst worden. In den letzten Jahren hat es bei diesen Unfällen leider auch mehrere Verletzte gegeben.

Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Die Unfallkommission hat festgestellt, dass die überwiegende Anzahl an Unfällen auf unachtsames Verhalten beim Wechsel der Fahrstreifen zurückzuführen sind. Andere theoretische Lösungen, wie die Reduktion der Fahrstreifen von derzeit drei auf zwei oder das Unterbinden von Fahrstreifenwechsel in diesem Straßenabschnitt sind aufgrund der räumlichen Situation, Gewährleistung der Erreichbarkeit, etwa der Schulstraße über die Schützenstraße, allerdings nicht möglich. Daher haben wir uns für die Temporeduzierung entschieden.“

Insgesamt wurden von der Polizei seit 2008 bis 2015 in diesem Abschnitt der Hügelstraße 113 Unfälle erfasst (122 inklusive 2016). Davon fallen 89 (97) in die Kategorie „Sonstiger Sachschaden ohne Alkohol/andere berauschende Mittel“. Unfälle mit schweren Sachschäden gab es hingegen nur zwei im genannten Zeitraum.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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