Vortrag: Die Korallenriffe unter dem Dauerstress des Klimawandels


16. Oktober 2016 - 12:38 | von | Kategorie: Umwelt | Artikel drucken
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Das Hessische Landesmuseum DarmstadtAm Mittwoch, dem 19. Oktober 2016, um 18.30 Uhr, lädt das Hessische Landesmuseum Darmstadt zum Vortrag „Die Korallenriffe unter dem Dauerstress des Klimawandels“ mit Karen und Dr. Wolfgang Loch ein.

Die Autoren des vom Hessischen Landesmuseums Darmstadt herausgegebenen Werkes über die Steinkorallen der Malediven (Kaupia Nr. 20) möchten ihre Zuhörer in die einmalige Unterwasserwelt der Atollriffe des Indischen Ozeans entführen. Dabei machen Dr. Wolfgang und Karen Loch deutlich, dass die von Steinkorallen geschaffenen lebenden Strukturen Voraussetzung für die Entstehung eines der artenreichsten Ökosysteme unserer Erde sind. Dem Zuschauer wird in beeindruckenden Bildern der Formenreichtum und das Ausmaß des Riffkorallen Wachstums vor dem schweren Korallenbleichen 1997/ 98 gezeigt. Das weltweite Korallensterben war bei den Malediven besonders ausgeprägt.

In Zusammenarbeit mit Prof. Schuhmacher und Prof. See von der Universität Duisburg/Essen wurde die Regeneration und Korallenneuansiedlung in einem Maledivenriff 1999 bis 2004 untersucht. Die Autoren unternahmen 2007 eine internationale Malediven Riffexpedition, über die unter anderem berichtet wird. Dabei wurden 50 Jahre nach der Xarifa II Expedition von Hans Hass über 100 Steinkorallenproben für eine Sammlung des HLMD entnommen, die während des Vortrags ausgestellt sind.

Das Hauptaugenmerk lag jedoch bei der Analyse der Riffbedeckung mit lebenden Steinkorallen, die für den Erhalt der Malediveninseln von besonderer Bedeutung sind. Nur bei ausreichend gutem Korallenwachstum kann der durch den Klimawandel hervorgerufene Meeresspiegelanstieg kompensiert werden. Dem stehen jedoch andere Faktoren der Klimaänderung entgegen. Feldversuche mit künstlicher Aufzucht von Korallenlarven liefen zwar erfolgreich, jedoch gelang deren Ansiedlung in degradierten Riffbezirken nur vorübergehend. Ursache dafür waren wieder zunehmend schlechte Wachstumsbedingungen, die nach 2010, die 2015 und 2016 in einem weiteren schweren, weltweiten Korallensterben endeten, deren erschütternde Folgen gezeigt werden.

Quelle: Hessische Landesmuseum Darmstadt

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