Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt zeigt Ausstellung des Netzwerks Chancengleichheit Südhessen „Warum Minijob? Mach mehr draus!“


31. Juli 2016 - 09:18 | von | Kategorie: Ausstellung | Artikel drucken
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Für die einen ist der Minijob ein abgabefreier Nebenverdienst, für die anderen der Weg in die berufliche Sackgasse. Laut der Studie „Frauen im Minijob“ des Familienministeriums schaffen gerade mal 14 Prozent aller Frauen den Schritt in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Nicht wenige bleiben zwischen 6 und 8 Jahren im Minijob mit allen Folgen für eine unzureichende Vorsorge für das Alter. Viele Minijobber/innen fühlen sich als „Aushilfe“ und „Arbeitnehmer/innen zweiter Klasse“ und werden selten bei Personalentwicklungsmaßnahmen berücksichtigt. Das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt zeigt dazu die Ausstellung des Netzwerks Chancengleichheit Südhessen „Warum Minijob? Mach mehr draus!“ vom 2. August bis 27. August  2016 in der Stadtbibliothek Darmstadt.

„Das zeigt ganz deutlich, dass dieses Beschäftigungsverhältnis keine sinnvolle berufliche Perspektive für Frauen bietet, und dass hier ungenutzte Potentiale für den Arbeitsmarkt und für die Linderung des Fachkräftemangels brach liegen. Mit der Ausstellung wollen wir über Frauen über die Risiken informieren und Unternehmen zeigen, welche Chancen in der Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegen. Durch die Kooperation mit der Stadtbibliothek können wir viele mit unserem Angebot erreichen“, erläutert Edda Feess, Frauenbeauftragte der Wissenschaftsstadt und Mitglied im Netzwerk Chancengleichheit Südhessen.

Die Ausstellung „Warum Minijob? Mach mehr draus!“ räumt mit den Irrtümern zum Thema „Minijob“ auf. Gleichzeitig werden Angebote für Minijobber/innen und Unternehmen zur Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeit bekannt gemacht. Die Ausstellung beantwortet Fragen wie: Welche Mehrkosten entstehen den Unternehmen durch Minijobs? Haben Minijobber/innen ein Recht auf Krankengeld, Kündigungs- und Mutterschutz? Welchen Nutzen hat die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung für Unternehmen? Ausstellungseröffnung mit der Frauenbeauftragten Edda Feess ist am 02. August 2016 um 17.00 Uhr in der Stadtbibliothek Darmstadt, Große Bachgasse 2, 64283 Darmstadt.

Begleitend zur Ausstellung wird die Broschüre „Der Minijob – Rechte, Risiken und Nebenwirkungen“ vorgestellt und ausgelegt. Die Broschüre informiert Minijobber und Minijobberinnen über ihre Arbeitsrechte, aber auch über die Folgen die ein Minijob hat. Das Netzwerk Chancengleichheit Südhessen hat zum Ziel, die Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen, Erziehende und Familien zu verbessern. Das Netzwerk besteht aus den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit und der Jobcenter sowie den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Landkreis Bergstraße, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Landkreis Groß-Gerau, Landkreis Odenwald und der Stadt Darmstadt. In diesem Netzwerk schätzen die Beteiligten die Entwicklungen der Arbeitsmarktstrukturen regional ein, identifizieren Risiken und Chancen für die lokale Beschäftigungspolitik, tauschen sich aus und führen gemeinsames Handeln herbei, mit dem Angebote und Strukturen verbessert werden können.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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