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Sicherer Cloud-Speicher und Navigations-App für Rollstuhlfahrende: h_da-Projekte auf der CeBIT 2016


9. März 2016 - 07:51 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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CeBITMit zwei Forschungsprojekten ist die Hochschule Darmstadt (h_da) am Gemeinschaftsstand hessischer Hochschulen auf der weltgrößten Informationstechnikmesse CeBIT in Hannover beteiligt. Vom 14. bis 18. März 2016 präsentieren sich die Projekte aus dem Fachbereich Informatik in Halle 6 an Stand C 18 im Rahmen des Technologie Transfer Netzwerk Hessen. 

„AChord“: Sicherer Cloud-Speicher
„AChord“ ist eine offene, plattformunabhängige und dezentrale Kommunikationstechnologie, die Nachrichten und Dateien „Ende-zu-Ende“ verschlüsselt, somit abhörsicher überträgt und geschützt speichert. Das h_da-Team um Prof. Dr. Alois Schütte aus dem Fachbereich Informatik hatte auf dieser Basis bereits einen sicheren Instant Messenger-Dienst als What´s App-Alternative für die Betriebssysteme Android und IOS entwickelt: „AChord.im“.

Auf der CeBIT 2016 zeigen die h_da-Informatikerinnen und Informatiker nun einen sicheren Cloud-Speicher für Unternehmen und Privatpersonen, der ohne zentrale Server auskommt, Daten und Nachrichten digital schreddert, die einzelnen Schnipsel verschlüsselt und dann auf mehrere weltweit verteilte Knoten ablegt. Darüber hinaus präsentiert das h_da-Team am CeBIT-Stand weitere AChord-Projekte, darunter den sicheren Datei-Transfer „aftp“, „async“ für eine risikofreie Dateisynchronisation auf mehreren Endgeräten wie Smartphone und Tablet, „ashare“ für ein gefahrloses Teilen von Dokumenten und „achordfs“, ein sicheres Dateisystem für Windows, Mac und Linux.

„Wheel Scout Indoor & Outdoor“: Mobile Navigation für Rollstuhlfahrende
Die von einem Informatik-Team der h_da entwickelte App „Wheel Scout Indoor & Outdoor“ ist nun auch mit einer Sprachsteuerung ausgestattet.  Die Anwendung unterstützt Rollstuhlfahrende bei der mobilen Navigation außerhalb und innerhalb von Gebäuden. Angezeigt wird, ob der Weg barrierefrei (grün), eingeschränkt barrierefrei (orange) oder nicht zu bewältigen ist (rot). Nutzerinnen und Nutzer können neue Barrieren selbst eintragen und sich individuelle Profile entsprechend ihrer Fähigkeiten anlegen.

Die neuerdings integrierte Sprachsteuerung erleichtert die Bedienbarkeit durch einfache Befehlseingaben wie „Zeige mir den Weg von hier zum Hochhaus C 10 der Hochschule Darmstadt.“ Die Sprachsteuerungs-Software wurde entwickelt vom European Media Laboratory (EML) aus Heidelberg und in Kooperation mit dem Wheel Scout-Team in die App integriert. Für die Darstellung der Routen greift die App über eine technische Schnittstelle auf das Kartenprogramm „Open Street Map“ zu und nutzt hier die Funktionalität der so genannten „Points of Interest“, mit denen Sehenswürdigkeiten markiert werden. „Wheel Scout“ markiert hingegen Barrieren mit eigens dafür entworfenen Barriere-Symbolen. Die App funktioniert als plattformunabhängige Web-Anwendung auf mobilen Geräten und Desktop-PCs. In Hannover zeigt das Entwicklerteam um Prof. Dr. Bettina Harriehausen-Mühlbauer den neuesten Wheel-Scout-Prototypen.

Quelle: Hochschule Darmstadt

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