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Wissenschaftsstadt Darmstadt erhält Zuschlag für Projekt „BIWAQ“ zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt


5. Februar 2016 - 07:49 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat kürzlich als eine von 75 Kommunen den Zuschlag für das arbeitsmarktpolitische Projekt „Engagiert im Quartier – Erfolgreich in Arbeit und Beruf“ im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ erhalten. Das Darmstädter Projekt wird damit durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Für drei Jahre erhält das Projekt rund 1,7 Millionen Euro an Zuwendung für die nachhaltige Integration von arbeitslosen Personen in Beschäftigung und die gleichzeitige Stärkung der Stadtteile Kranichstein, Eberstadt-Süd und Pallaswiesenviertel. Weitere 170.000 Euro trägt die Stadt selbst bei, 19.000 Euro werden von den beteiligten Kooperationspartnern investiert.

Sozialdezernentin Akdeniz erläutert die Bedeutung des Zuschlags für die Wissenschaftsstadt Darmstadt: „Wir freuen uns, dass unser Dezernat einen so überzeugenden Antrag stellen konnte, der jetzt besonders den strukturell und sozial benachteiligten Stadtbereichen zugute kommt. Dadurch bietet sich für Darmstadt die große Chance, arbeitslose beziehungsweise langzeitarbeitslose Menschen in Beschäftigungsverhältnisse zu integrieren und gleichzeitig einen Mehrwert für die Quartiere zu generieren, indem die Angebotsstruktur direkt vor Ort erweitert und verankert wird. Die Quartiersnähe des Projekts erleichtert es nicht nur den Bewohnerinnen und Bewohnern, die Angebote wahrzunehmen. Sie ermöglicht auch eine enge Vernetzung und Abstimmung mit den dort engagierten Institutionen“, so Akdeniz. Flankierend werden Angebote gemacht, die eine verbesserte soziale Teilhabe ermöglichen: „BIWAQ hat nicht nur einzelne Menschen im Blick. Das Besondere ist die gute Einbindung in das Quartier. Viele Akteure setzen sich hier gemeinsam für eine gute Nachbarschaft ein. Dort möchte sich das BIWAQ-Projekt mit seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einreihen.“

Das Projekt wird von erfahrenen Kooperationspartnern durchgeführt – die BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH, das Netzwerk ROPE e.V. und der Werkhof Darmstadt e.V. sind seit langem im Bereich Arbeitsmarktintegration tätig. Die Projektkoordination obliegt der Stadt Darmstadt. Durch eine Kombination aus Beratung, Begleitung, Vermittlung von berufsbezogenen Kompetenzen und der Vermittlung in Praktika sollen bis Ende 2018 möglichst bedarfsgerechte und individuelle Hilfestellungen gegeben und die Beschäftigungschancen verbessert werden.

Monika Otte, Geschäftsführerin BAFF Frauenkooperation gGmbH, hebt dabei die Bedeutung des Projekts für Alleinerziehende hervor: „Insbesondere Frauen mit Kindern sind aufgrund ihrer familiären Aufgaben häufig zeitlich sehr gebunden. Wohnortnahe Aktivierungs- und Beratungsangebote stellen daher gerade für sie eine große Chance dar. Bei der Integration in Arbeit wird es allerdings die größte Herausforderung sein, individuelle Lebensmodelle zu entwickeln die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nachhaltig möglich machen. Keine Mutter kann engagiert arbeiten, wenn ihre Kinder nicht gut versorgt sind.“

„Wir sind nun seit rund acht Monaten mit dem BIWAQ-Projekt in Eberstadt vor Ort. Durch die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die wir kennengelernt haben, erleben wir, wie wichtig eine Anlaufstelle vor Ort ist, in der sie einen längeren Zeitraum und vor allem im individuellen Tempo betreut werden. Unser Ziel ist es die Teilnehmerinnen und Teilnehmer je nach Bedarf bei Qualifizierung und Arbeitsplatzsuche zu begleiten und als Ansprechpartner bei all Ihren Fragen zur Verfügung zu stehen“, erläutert Anne Küffner, Koordinatorin Übergang Schule-Beruf und Mitglied der Geschäftsführung beim Werkhof Darmstadt e.V.

„Die persönliche Betreuung ist für mich neu und Gold wert. Der Umgang mit mir als Mensch sollte überall so sein. Die strukturierte Arbeits- und Herangehensweise der Mitarbeiter des Projektes und der Aufwand können sich sehen lassen. Durch die Hilfe des ROPE-Projekts haben bereits zahlreiche Teilnehmer eine Lücke weniger im Lebenslauf und es sind viele freundschaftliche Kontakte entstanden“, erläutert Sven Rasch, Geschäftsführer des Netzwerks ROPE e.V.

Begonnen wurde bereits im Sommer 2015 mit dem Aufbau der notwendigen Strukturen, etwa der Einrichtung der Projektbüros in den Stadtteilen. Bis heute wurden knapp 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Programm aufgenommen. Angeboten werden leicht zugängliche Beratung für alle Fragen rund um Existenzsicherung, Arbeit und Beruf. In Werkstätten und Kursen können Stärken und Fähigkeiten kennen gelernt und verschiedene Tätigkeiten ausprobiert werden. Die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter koordinieren den persönlichen Integrationsprozess, stellen den Kontakt zu Arbeitgebern her und begleiten bei Bedarf auch nach erfolgreicher Beschäftigungsaufnahme. Flüchtlinge, die bereits einige Monate in Darmstadt sind und damit (beschränkten) Zugang zum Arbeitsmarkt haben, haben ebenfalls die Möglichkeit, mitzumachen.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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