Ausstellung zum ersten Auschwitz-Prozess und seinen Auswirkungen


14. März 2015 - 10:58 | von | Kategorie: Ausstellung | Artikel drucken
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Justus-Liebig-HausOberbürgermeister Jochen Partsch wird am kommenden Dienstag (17.03.15) um 18 Uhr im Foyer des Justus-Liebig-Hauses, Große Bachgasse 2, die Ausstellung „Die historische Wahrheit kund und zu wissen tun – die justizielle Aufarbeitung der NS-Verbrechen in Hessen“ eröffnen. Die Einführung zur Ausstellung gibt Dr. Johann Zilien vom Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, der diese Wanderausstellung zusammenstellte. Nach der Eröffnung ist die Ausstellung ist bis zum 10. April 2015 jeweils dienstags von 9 Uhr bis 19 Uhr, mittwochs von 10 Uhr bis 17 Uhr, donnerstags von 10 Uhr 19 Uhr, freitags von 10 Uhr bis 17 Uhr und samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr geöffnet.

Vor 50 Jahren wurde vor dem Frankfurter Landgericht der erste Auschwitz-Prozess verhandelt. Dieser Prozess war das größte Strafverfahren, das bis zu diesem Zeitpunkt in Deutschland geführt wurde und gilt als Zäsur bei der juristischen Ahndung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in Deutschland. Darüber hinaus hatte dieser Prozess weit reichende gesellschaftliche und politische Konsequenzen, die noch bis zum heutigen Tage nachwirken. Das Hessische Hauptstaatsarchiv hat diesen Jahrestag zum Anlass genommen, über dieses Verfahren hinaus die justizielle Aufarbeitung von NS-Verbrechen in Hessen von 1945 bis in die 1960er Jahre in einer Ausstellung auszuwerten. Neben der wichtigen Arbeit des Generalstaatsanwaltes Fritz Bauer geht es hierbei auch um die Bedeutung Darmstadts bei dieser umfangreichen Aufarbeitung. Auf insgesamt 53 Tafeln wird im ersten Abschnitt der Neuaufbau des Justizsystems in Hessen nach der Befreiung vom Nationalsozialismus beschrieben. Im zweiten Abschnitt werden die verschiedenen Phasen der Judenverfolgung im Dritten Reich den späteren Verfahren gegenübergestellt, die die hessische Justiz zur Aufarbeitung dieser Verbrechen eingeleitet und durchgeführt hat. Den Abschluss der Ausstellung bildet ein Resümee mit dem Ausblick der Auswirkungen dieser NS-Verfahren auf Staat und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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