Wissenschaftsstadt Darmstadt startet neue Informationskampagne zur Bioabfalltrennung im Frühjahr 2015


14. Januar 2015 - 07:25 | von | Kategorie: Umwelt | Artikel drucken
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Müllinchen - Grafik: Wissenschaftsstadt Darmstadt/ EADDer für den Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt (EAD) zuständige Stadtkämmerer der Wissenschaftsstadt Darmstadt, André Schellenberg, hat am Dienstag (13.01.15) gemeinsam mit den EAD-Betriebsleitern Sabine Kleindiek und Wolfgang Krause die neue Bioabfallinformationskampagne der Wissenschaftsstadt vorgestellt. Mit der neuen Kampagne sollen Bürgerinnen und Bürger zur konsequenten Nutzung der Braunen Tonne animiert werden. Ein kleines Mädchen namens „Müllinchen“ mit einer Lilie als Kopfschmuck fordert dazu ab diesem Jahr mit dem Slogan „Natürlich voll im Trend. Gib mir fünf!“ die Darmstädterinnen und Darmstädter zum Mitmachen bei der Bio-Abfallgetrenntsammlung auf. Die Figur nimmt optisch Bezug auf das Darmstädter Wappen, die Lilie, und damit zugleich auf das Thema Natur. Auf diese Weise sollen Hausbesitzer, Mieter, Schüler und Hochschüler abwechslungsreich und unterhaltsam zu den Themen Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Aufbereitung von Bioabfällen informiert werden.

„Mit der neuen Kampagne wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern durch Aufklärung und Information einen zusätzlichen Motivationsschub liefern, die Mülltrennung sorgfältiger zu betreiben und damit einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz und Ressourcenschonung zu leisten. Durch eine Stärkung der Abfalltrennung in unserer Stadt würde es uns gelingen, mehr der biologischen Wertstoffe wieder in den natürlichen Kreislauf einzubringen, was die Kosten bei der thermischen Abfallbehandlung reduziert. Wenn es uns beispielsweise gelingt, weniger Küchenabfälle, die zu einem hohen Anteil aus Wasser bestehen, in die teure Müllverbrennung zu geben, tragen wir im Interesse aller zur Gebührenstabilität bei“, erklärt André Schellenberg die Idee hinter der neuen Informationskampagne. „Die Vielseitigkeit der Kampagne ist uns dabei sehr wichtig. Wir möchten für alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit bieten, sich umfassend über nachhaltiges und umweltbewusstes Handeln informieren zu können.“ Auf der eigens eingerichteten Internetseite, die ab Februar 2015 unter www.muelllinchen.de zu finden ist, können sich die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger über die geplanten Informationsmaßnahmen informieren, Unterlagen anfordern und Mitmachangebote nutzen sowie mitdiskutieren.

In der Wissenschaftsstadt Darmstadt werden jährlich rund 13.000 bis 13.500 Tonnen Bioabfälle (Biogut und Grüngut) getrennt gesammelt und auf der Anlage in Kranichstein kompostiert. Das entspricht etwa 90 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Für Städte ist dies ein gutes Ergebnis, jedoch liegt Darmstadt damit rund ein Viertel unter dem hessischen Landesdurchschnitt. Jährlich landen immer noch rund 10.000 Tonnen Bioabfälle der Darmstädter Bürgerinnen und Bürger in der Restmülltonne. Eine konsequente Erfassung wertvollen organischen Abfalls beabsichtigt auch die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) in der Fassung vom 1. Juni 2012, die zum 1. Januar 2015 wirksam wird. Demnach sollen bundesweit flächendeckend Maßnahmen für die Abfallgetrenntsammlung ergriffen und die bestehenden Systeme optimiert werden. Der Anteil des Grünguts (Gartengrünabfälle) am Input der Kompostierungsanlage ist im Vergleich zum Biogut aus den Braunen Tonnen überdurchschnittlich stark vertreten. Aus einer Hausmüllsortieranalyse, die im Auftrag des EAD im Jahr 2011 durchgeführt wurde, ergibt sich, dass der Anteil der organischen Abfälle im Restmüll mit 31,6 Prozent sehr hoch ist. Für die Untersuchung wurden repräsentative Siedlungsstrukturen im Stadtgebiet ausgewählt.

Eingeführt wurde die Braune Tonne in Darmstadt im Jahr 1991. Stadtweit betrachtet sind rund 85 Prozent der Haushalte an die Biotonne angeschlossen. In der Küche anfallende Bioabfälle und zudem Gartenabfälle (Grüngut) sollen über die Braune Tonne erfasst und der Verwertung zugeführt werden. Darüber hinaus können sie aber auch im Bringsystem von den Bürgerinnen und Bürgern direkt auf der Kompostierungsanlage in Kranichstein sowie auf dem Recyclinghof des EAD im Sensfelderweg 33 angeliefert werden. Als zusätzlicher Service wird die Abholung auf Abruf in Jahreszeiten mit hohem Grüngutaufkommen (Frühjahr, Herbst) angeboten.

Grafik: Wissenschaftsstadt Darmstadt/ EAD
Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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