Neue Nistplätze für Mauersegler am HSE Technik-Standort Dornheimer Weg


1. Mai 2014 - 10:49 | von | Kategorie: Umwelt | Artikel drucken
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Nistkasten für Mauersegler / Bild: HEAG Südhessische Energie AG (HSE)Mauersegler können sich nach ihrer Rückkehr aus dem Winterquartier auch weiterhin auf dem Betriebsgelände der HSE Technik ins gemachte Nest setzen: Weil im Zuge der Fassadensanierung des Hauptgebäudes am Dornheimer Weg Nistplätze für die gefährdete Art wegfallen, montierte die HSE in Zusammenarbeit mit der NABU Ortsgruppe Darmstadt drei Nistkästen am benachbarten Logistikgebäude.

Seit ungefähr sechs Jahren nisten mehrere Mauersegler-Pärchen im oberen Stockwerk des Verwaltungsgebäudes in einem Spalt hinter der Fassade zwischen Fenster und Rolladenkasten. Ob die Zugvögel das neue Quartier anfliegen, ist nicht sicher. „Die Mauersegler sind sehr ortstreu und ziehen nicht gerne um“, sagt HSE Technik-Mitarbeiter Peter Kondriniewicz, der sich ehrenamtlich beim NABU engagiert.

Um den Mauerseglern die Annahme der neuen Nistkästen zu erleichtern, sollen sie mit so genannten Stimmattrappen auf die neuen Nistmöglichkeiten aufmerksam gemacht werden: Aus einem Lautsprecher in der Nähe der Kästen ertönen die typischen Balz-Laute der Mauersegler.

Der Mauersegler (lat.: Apus apus) ist mit einer Flügelspannweite von über 40 Zentimeter erheblich größer als die heimische Schwalbe und lebt außerhalb der Brutzeit ausschließlich in der Luft. Mauersegler brüten in Höhlen, die sie an Häusern und Felsen finden. Sie stehen auf der Vorwarnliste für gefährdete Arten, weil immer mehr Nistplätze verloren gehen – etwa durch Renovierung von Gebäuden oder Neubauten – dadurch verschwinden Nischen und Spalten. Nach Recherchen des NABU sind dadurch in den vergangenen Jahren allein im Darmstädter Martinsviertel etwa 150 Nistplätze verschwunden.

Ersatzquartiere zu schaffen, ist nicht leicht. Als ehemalige Felsenbrüter nehmen die Mauersegler bevorzugt Nistplätze erst ab einer Höhe von mindestens vier Metern an. Sie benötigen diese Fallhöhe zum Starten.

Die HSE engagiert sich für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz. Deshalb ist es selbstverständlich, dass das Unternehmen die Nistmöglichkeiten für Mauersegler auf dem Betriebsgelänge erhalten will. „Wir freuen uns, wenn wir Anfang Mai unsere gefiederten Weltenbummler mit einer Jahresflugleistung bis 120.000 Kilometer wieder begrüßen können“, sagt Kondriniewicz.

Quelle & Bild: HEAG Südhessische Energie AG (HSE)

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