Magistrat beschließt Bildung einer „Kinderunfallkommission“ in Darmstadt


14. März 2014 - 08:17 | von | Kategorie: Jugend, Verkehr | Artikel drucken
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Achtung KinderIn seiner Sitzung am Mittwoch (12.03.14) hat der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Einrichtung einer „Kinderunfallkommission“ beschlossen. Die Kommission wird sich für die Belange von Kindern und Jugendlichen in allen Fragen rund um die Mobilität und Verkehrssicherheit einsetzen und Maßnahmen und Projekte zur Unfallvermeidung erarbeiten und umsetzen.

„Ihr wichtigstes Ziel ist, Verkehrsunfällen mit Kindern vorzubeugen“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Die Kinderunfallkommission soll den Kindern im Straßenverkehr und in allen Mobilitätsfragen eine Lobby geben. Kinder sind im Straßenverkehr besonders stark gefährdet. Deswegen will der Magistrat die Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen stärker in den Blickpunkt rücken.“

Die Kinderunfallkommission wird Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren, untersuchen und Vorschläge entwickeln, wie sie verhindert werden können. Diese Vorschläge können Veränderungen in der Verkehrsinfrastruktur, der Beschilderung oder der Verkehrsführung betreffen. Intensiv betrachtet werden soll auch das schulische Mobilitätsmanagement, um die jungen Verkehrsteilnehmer/innen beispielsweise besser zu schulen, eine aktivere Einbindung der Eltern zu erreichen oder besondere Aufklärungsaktionen durchzuführen.

„Kinder sollen sich möglichst früh selbstständig und sicher im öffentlichen Raum bewegen und ihre Umgebung nicht nur vom Rücksitz der Elterntaxis aus erleben“, beschreibt Partsch das verkehrspädagogische Ziel der Stadt. „Nur dann können sie selbstbewusst und eigenständig ihren Weg ins Erwachsenenleben finden.“ Die Kommission wird auf Verwaltungsebene eingerichtet und mit dem Ombudsmann für Kinderverkehrssicherheit, der Polizei und Expertinnen und Experten aus dem Verkehrsmanagement, der Straßenverkehrstechnik und der Bau- und Planungsabteilung des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes besetzt sein. Bei Bedarf werden auch externe Institutionen, wie beispielsweise der ADFC, der VCD, die Verkehrswacht, der Kinderschutzbund oder der städtische Kinderbeauftragte, aber auch Eltern und Schüler/innen dazu geladen.

Kinderunfallkommissionen arbeiten bereits in vielen Kommunen. Sie unterstützen die Kommunen dabei, maximale Sicherheit für die Mobilität von Kindern und Jugendlichen vor Ort zu garantieren. Sie handeln vorwiegend präventiv und sind nicht mit den gesetzlich vorgeschriebenen Unfallkommissionen zu verwechseln oder in ihrer Arbeitsweise zu vergleichen.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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