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Berufsschulentwicklungsplanung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg vorgestellt


7. Februar 2014 - 08:02 | von | Kategorie: Lokal | Artikel drucken
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Die Darmstädter Berufsschulen sind in die Jahre gekommen und müssen saniert werden. Mit hohem Finanzaufwand sind deshalb die notwendigen Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an den Darmstädter Berufsschulen in einem optimierten und zeitlich gesicherten finanziellen Rahmen konstruktiv und kooperativ durchzuführen. Allein beim Berufsschulzentrum Nord rechnet Darmstadts Bürgermeister und Schuldezernent Rafael Reißer mit Kosten bis zu 56 Millionen Euro.

„Kosten und Zeitdruck machen ein gemeinsames Vorgehen der Schulträger Stadt und Landkreis erforderlich. Ziel soll es sein, die Qualität des regionalen Angebots in der beruflichen Bildung und dessen Weiterentwicklung unter den Bedingungen des demografischen Wandels und des schon spürbaren Fachkräftemangels zu sichern. Weiterhin – und verstärkt – besteht die Notwendigkeit einer engen Verzahnung von beruflicher Aus- und Weiterbildung sowie Erwachsenenbildung im Sinne des lebensbegleitenden Lernens“, so Darmstadts Bürgermeister Rafael Reißer und der Kreisbeigeordnete Christel Fleischmann.

Die Umsetzung dieser übergeordneten Ziele dient vor allem der Verbesserung der räumlichen und baulichen Bedingungen der rund 12.000 Schüler und Auszubildenden und der mehr als 500 Lehrerinnen und Lehrer an den sieben beruflichen Schulen in Darmstadt und Dieburg. Hierzu hat eine interne Arbeitsgruppe beider Schulträger, fachlich begleitet von Professor Dr. Uwe Fasshauer (Pädagogische Hochschule Schwäbisch-Gmünd) im Verlauf des vergangenen Jahres Eckpunkte für die Berufsschulentwicklungsplanung erarbeitet, die in den nächsten Wochen und Monaten mit Verbänden, Gremien und einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert werden sollen. Mitglieder der Arbeitsgruppe waren alle Schulleitungen, beide Schulträger, das staatliche Schulamt und zuletzt auch ein Vertreter des Hessischen Kultusministeriums. Die Arbeitsgruppe war sich einig, dass aus inhaltlichen und organisatorischen Gründen, aber auch zur Profilierung der beruflichen Bildung, die von Darmstadts Schuldezernent Rafael Reißer vorgeschlagene Konzentration auf Zentren notwendig ist.

Die Ausgestaltung dieser Zentren schafft attraktive Orte des lebenslangen Lernens, die der Wertschätzung und Bedeutung dieses Bereiches gerecht werden. Jedes Zentrum soll über eine Mensa, eine Aula und eine Mediathek verfügen, die auch für die angrenzenden Wohnviertel nutzbar sind. Bildungsgänge und Berufsausbildungen sollen soweit als möglich nicht mehr doppelt von beiden Schulträgern vorgehalten werden. Alle Außenstellen der beruflichen Schulen sind aufzulösen und in die Zentren zu integrieren.

Darmstadts Schuldezernent Rafael Reißer: „Aus den bisherigen sieben Schulstandorten sollen drei funktionale Berufschulzentren werden: der Campus Mitte mit der Erasmus-Kittler-Schule und Peter-Behrens-Schule, der Campus Nord mit Heinrich-Emanuel-Merck Schule, Friedrich-List-Schule, Martin-Behaim-Schule. Dazu kommen der Hessencampus, die Volkshochschule und perspektivisch das Abendgymnasium. Der dritte Campus umfasst das Berufsschulzentrum Landrat-Gruber-Schule in Dieburg. Die Alice-Eleonoren-Schule bleibt vorerst an ihren Standorten“. „Der Landkreis Darmstadt-Dieburg wäre bereit, das Berufsschulzentrum Dieburg um einen weiteren Fachbereich – analog der Agrartechnik – baulich zu erweitern.

Welche Berufsfelder dafür in Frage kommen, werden weitere Gespräche zeigen“, erläutert Kreis-Schuldezernent Christel Fleischmann. Für die Zentren in Darmstadt rechnet Bürgermeister Reißer bei maximaler Ausstattung mit Kosten von bis zu 90 Millionen Euro Euro, die Finanzierung soll in den nächsten Tagen geklärt werden. Der Darmstädter Bürgermeister ist dazu in Gesprächen mit einem Investor, der Erfahrungen auf dem Gebiet der erfolgreichen Schulbausanierung nachweisen kann.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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