Neueröffnung der neurologischen Intensivstation am Klinikum Darmstadt


6. Dezember 2013 - 08:11 | von | Kategorie: Lokal | Artikel drucken
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Klinikum DarmstadtAm 09.12.2013 eröffnet die neurologisch geführte Neuro-Intensivstation (N-ITS) am Klinikum Darmstadt und komplettiert damit das Spektrum in der Behandlung akut kranker neurologischer Patienten in Südhessen.

In den neuen modernen Räumen stehen nun 9 Betten zur Verfügung, die alle für eine Beatmung ausgestattet sind und rund um die Uhr von neurologischen Ärzten im Schichtsystem sowie einem Oberarzt und einem neu zusammengestellten Pflegeteam betreut werden. Insgesamt umfasst das ärztliche und pflegerische Team 29 Planstellen.

Die räumliche Organisation der Station besteht aus zwei 4-Bett-Zimmern sowie einem Einbettzimmer zur Isolation, in denen Patientinnen und Patienten mit schweren Schlaganfällen in enger Kooperation mit der überregional zertifizierten Stroke Unit behandelt werden. Prof. Dr. med. Rainer Kollmar, Direktor der Klinik für Neurologie und Neurogeriatrie, betont: „Auf der Neuro-Intensivstation können nun Patientinnen und Patienten mit lebensbedrohlichen Schlaganfällen, Meningitis, Encephalitis, autoimmunologischen Erkrankungen, Störungen des peripheren Nervensystems und der neuromuskulären Übertragung sowie therapierefraktäre epileptische Anfallserkrankungen auf höchstem Niveau behandelt werden. Therapeutisch kommen dabei modernste Verfahren, wie beispielsweise die therapeutische Kühlung, zum Einsatz. Durch die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus benachbarten Fachrichtungen am Klinikum Darmstadt können wir unseren Patientinnen und Patienten ein breites Spektrum an Therapiemöglichkeiten anbieten.“ Prof. Kollmar rechnet zukünftig mit etwa 400 Patientinnen und Patienten pro Jahr.

Die neurologische Intensivmedizin hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte durch moderne Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie gemacht. Viele Erkrankungen, die früher als schicksalhaft und unabwendbar in Verlauf und

Prognose galten, können mit entsprechendem Einsatz von Know-how und der Verfügbarkeit von speziellen Therapieformen erfolgreich behandelt werden. Die neurologische Intensivbehandlung ist somit ein wesentlicher und unabdingbarer Bestandteil neurologischer Therapie in einem Krankenhaus der Maximalversorgung.

Schon seit Jahren bietet die Klinik für Neurologie und Neurogeriatrie am Klinikum Darmstadt dem Ärzteteam der Klinik die Möglichkeit, die für die Facharztausbildung notwendige intensivmedizinische Erfahrung sowie die Zusatzbezeichnung neurologische Intensivmedizin zu erwerben. „Ein weiteres Ziel neben der optimalen Versorgung neurologischer Patientinnen und Patienten ist es, jungen Kolleginnen und Kollegen den Erwerb der Zusatzweiterbildung Neurologische Intensivmedizin an unserem Haus zu ermöglichen und durch die Teilnahme an und Durchführung von neurologisch intensivmedizinischen Studien zur Etablierung innovativer Therapieverfahren beizutragen“, so Prof. Dr. med. Martin Welte, Geschäftsführer und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Klinikum.

Quelle: Klinikum Darmstadt GmbH

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