Nachhaltiger Museumsbesuch: Studierende der h_da entwickeln interaktive Plattform für Museen


19. August 2013 - 16:03 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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Hochschule DarmstadtDie bei einem Musemsbesuch gesammelten Eindrücke sind oft flüchtig. Erinnerungen an Gemälde, Skulpturen und andere Kunstwerke verblassen. Studierende aus dem Studiengang Interactive Media Design am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt (h_da) haben am Beispiel der Sammlung des Städel Museums eine interaktive Plattform entwickelt, die Erinnerungen an das Erlebnis Museumsbesuch jederzeit abrufbar hält und zugleich als personalisierter Wissensspeicher für die bevorzugten Kunstwerke dient. Zentrale Elemente von „Exunlimited“ sind ein interaktiver Touch-Table sowie RFID-Technik in der Eintrittskarte.

Der in die Karte integrierte RFID-Chip ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern, ihre bevorzugten Kunstwerke im Museum zu markieren und virtuell zu sammeln. Hierfür bewegen sie ihre Karte über ein Kontaktfeld am Kunstwerk, die Karte merkt sich so die individuellen Favoriten während des Besuchs. Ausgelesen werden die in der Eintrittskarte gesammelten Informationen an einem interaktiven Touch-Table im Museum, der über einen zentralen Server mit den Sendern an den Kunstwerken verbunden ist. Auf dem Monitor sind nun zahlreiche Zusatzinformationen zu den Werken und ihren Künstlern abrufbar. Ein zusätzlicher Monitor in der Tischmitte ermöglicht den Austausch mit anderen Besucherinnen und Besuchern über deren gesammelte Werke.

Die individuell gesammelten Informationen zu den Kunstwerken dürfen für den Privatgebrauch verwendet werden. Hier haben die Museumsbesuchenden zwei Möglichkeiten: sie können die gesammelten Kunstwerke und Zusatzinfos hierzu über den interaktiven Tisch als individuell gebundenes Buch zusammenstellen und bestellen oder die Daten direkt auf Smartphone, Tablet-PC oder PC laden. Hierfür hat das Studierendenteam der Hochschule Darmstadt eine App entwickelt, mit der die Lieblingswerke inklusive Hintergrundinformationen jederzeit abrufbar sind. Mit Bekannten und Freunden geteilt werden können über die App auch Fotos, die im Museum mit dem eigenen Smartphone oder Fotoapparat gemacht wurden. Zudem gibt die App auf Basis der gesammelten Kunstwerke individuelle Empfehlungen für weitere Ausstellungen, die dem persönlichen Geschmack entsprechen.

Damit „Exunlimited“ funktionieren kann, müssen die Museen die Informationen zu ihren Kunstwerken nun zunächst einmal digital aufbereiten. Denkbar ist für das Studierendenteam um Sara Gottschalk, Ludwig Helsen, Alexander Vonnemann und Marisa Wollner ein bundesweit vernetzter Datenpool. Zudem könnte „Exunlimited“ in das laufende LOEWE-Projekt „Multimediale Exponte-Plattform“ integriert werden. Forscher um Prof. Torsten Fröhlich vom Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt entwickeln hier gemeinsam mit dem Städel Museum eine Anwendung, mit der Nutzer mobiler Geräte Zusatzinformationen zu Kunstwerken abrufen können. Angedacht ist dabei die Integration der Augmented Reality, der Überlagerung der realen Welt mit virtuellen Informationen.

Die Studierenden haben das Exunlimited-Projekt in einer Präsentation zusammengefasst, die hier eingesehen werden kann: http://de.slideshare.net/avonnemann/touchtable-museumserlebnis-exunlimited-21886201

Quelle: Hochschule Darmstadt

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