Feuerwehr: 88 Einsatzkräfte rücken um 3 Uhr nachts nach Sachsen aus


4. Juni 2013 - 13:49 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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FeuerwehrDas Land Sachsen hat am Montag (03.06.13) ein Hilfeersuchen an das Land Hessen gesendet: Das Hessische Innenministerium hat daraufhin einen Einsatzbefehl an zehn Städte und Kreise herausgegeben, um die Einsatzkräfte im Hochwassergebiet in Dresden zu unterstützen. Von der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurden drei Löschzüge der Feuerwehr und ein Betreuungszug des DRK angefordert. „Der Einsatz ist für fünf Tage geplant. Die Kräfte müssen sich darauf einrichten, zumindest für 24 Stunden autark zu arbeiten. Das bedeutet, dass Verpflegung, Betriebsstoffe, Feldbetten und anderes mitgenommen werden müssen. Nachdem der Voralarm des Landes um 13:42 Uhr bei der Feuerwehr Darmstadt eingegangen ist, blieb für alle notwendigen Vorbereitungen und Absprachen wenig Zeit. Um 19 Uhr gab es noch eine Besprechung mit allen Führungskräften, um 21 Uhr waren alle Versorgungsfahrzeuge beladen.

Da die Helfer ja tagsüber noch gearbeitet hatten, wurde die Abfahrt auf 3 Uhr morgens gelegt, damit alle noch ein paar Stunden schlafen konnten“, teilt Bürgermeister Rafael Reißer mit.

Pünktlich um 3 Uhr verabschiedeten der zuständige Katastrophenschutzdezernent Bürgermeister Reißer und der Leiter der Feuerwehr, Johann Braxenthaler, 88 Einsatzkräfte. Im Einzelnen sind 48 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, 26 Kräfte des DRK und 14 Beamte der Berufsfeuerwehr mit insgesamt 20 Fahrzeugen nach Dresden aufgebrochen. Die Rückkehr ist für Samstag geplant.

Für die ehrenamtlichen Kräfte bedeutet dies, sich kurzfristig mit dem Arbeitgeber abzustimmen, um die Woche freigestellt zu werden. Es gibt zwar nach dem Brand- und Katastrophenschutzgesetz die Verpflichtung für die Arbeitgeber, die Einsatzkräfte freizustellen, wobei die angefallenen Lohnkosten auf Antrag auch erstattet werden. Dennoch ist es für die Arbeitgeber eine große Belastung, wenn ein Mitarbeiter ungeplant für eine Woche für einen Einsatz freigestellt werden soll. Aus diesem Grund bedankt sich Bürgermeister Reißer auch bei den Arbeitgebern der Helfer, die durch ihre Zustimmung diesen Einsatz für die Menschen in Sachsen möglich gemacht haben.

Schon am vergangenen Wochenende war die Darmstädter Feuerwehr im Hochwassereinsatz. Über das Regierungspräsidium Darmstadt wurde am Samstag (01.06.13) die Hilfe der Feuerwehr Darmstadt angefordert, um Einsatzkräfte im Landkreis Bergstraße abzulösen. Die Freiwilligen Feuerwehren Innenstadt, Eberstadt, Arheilgen und Wixhausen rückten unter der Führung eines Einsatzleiters der Berufsfeuerwehr um 13 Uhr mit acht Löschfahrzeugen und 65 Einsatzkräften Richtung Landkreis Bergstraße aus. Sie lösten am Feuerwehrgerätehaus in Lampertheim die dortigen Kräfte ab und füllten bis in den Abend Sandsäcke, die dann zum Weschnitz-Damm gebracht wurden, um den Deich zu verstärken.

Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Rafael Reißer lobt die Darmstädter Wehren: „So stelle ich mir unbürokratisch sofortige Hilfe in Notfällen, auch über die Stadtgrenzen hinaus, vor. Das hohe Ausbildungsniveau macht es möglich, auch diese für die Darmstädter Wehren nicht alltägliche Aufgabe zu meistern.“

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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