Intensiver Ausbau der Kinderbetreuung zeigt sichtbare Erfolge – Sozialdezernentin Barbara Akdeniz legt zweiten Bericht zur Versorgungssituation vor


7. Mai 2013 - 07:15 | von | Kategorie: Jugend, Pressemitteilung | Artikel drucken
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Der neue, detaillierte Bericht zur Versorgungssituation in der Kinderbetreuung der Wissenschaftsstadt Darmstadt, den Sozialdezernentin Barbara Akdeniz am Montag (06.05.13) vorgestellt hat, zeigt es deutlich auf: Noch nie ist in Darmstadt so viel für die Kinderbetreuung getan worden wie in den letzten zwei Jahren. In konkreten Zahlen heißt das: In den fünf Jahren zwischen 2006 und 2010 wurden insgesamt 341 neue Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen. Die neue Stadtregierung hat diese Platzzahl in den zwei Jahren 2011 und 2012 mit weiteren 368 neuen Plätzen nahezu verdoppelt. Auch bei der Betreuung von Kindergartenkindern macht sich der Kraftakt der Darmstädter Koalition inzwischen bemerkbar: 75 geschaffene Plätze in den fünf Jahren zwischen 2006 und 2010 stehen 170 neue Plätze allein in den Jahren 2011 und 2012 gegenüber. „Unsere intensiven Bemühungen, eine familienfreundliche Betreuungssituation in der Wissenschaftsstadt Darmstadt herzustellen, zeigen sichtbare Erfolge. Das sind positive Zahlen – auch wenn wir noch längst nicht am Ziel angekommen sind. Natürlich werden wir uns weiter um dieses Thema intensiv kümmern. Das Thema Kinderbetreuung bleibt auf unserer Agenda ganz oben stehen“, zieht Sozialdezernentin Barbara Akdeniz das Fazit.

Der vorgelegte, aktuelle Bericht zum zweiten Halbjahr 2012 schreibt den früheren Versorgungsbericht weiter, gibt einen Überblick zur Entwicklung der U3- und Kindergartenbetreuung und stellt Prognosen für den Bedarf der nächsten Jahre auf. Der neue Versorgungsbericht über das zweite Halbjahr 2012 liefert zu allen Versorgungslagen detailliertes Zahlenmaterial und beschreibt den erforderlichen Ausbaubedarf. Auch werden hier lokale Anforderungen genannt, die das Angebot in den bisher unterdurchschnittlich ausgestatteten Sozialräumen verbessern sollen. Der im August 2013 in Kraft tretende Rechtsanspruch auf einen U3-Betreuungsplatz sowie das Recht auf Betreuung im Kindergartenalter, liegen den Ausbauplänen als gesetzliche Basis ebenfalls zugrunde.

Seit Juli 2011 arbeitet der Magistrat intensiv am Ausbau der Kinderbetreuung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt: Angekurbelt durch den 2011 gestarteten 5-Millionen-Euro Sofortfonds konnten zahlreiche zusätzliche Plätze in kurzer Zeit realisiert werden. Die künftigen Ausbaupläne sehen nicht nur eine bedarfsgerechte, zahlenmäßige Deckung vor, so die Sozialdezernentin, sondern auch eine inhaltliche Weiterentwicklung im Sinne frühkindlicher Förderung und der Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die Zahlen des zweiten Halbjahresberichts zeigen: Die gesetzlich geforderte, durchschnittliche Versorgungsquote im Bereich der unter Drei-Jährigen (U3) wurde bereits zum 30.06.2012 mit 36,02 Prozent erreicht. Zum 31.12.2012 stieg sie weiter auf 37,33 Prozent. Weitere 120 Betreuungsplätze befinden sich derzeit in der konkreten Umsetzung. Die daraus resultierende Versorgungsquote von 40,15 Prozent wird bereits in den nächsten Monaten erreicht. „Im Hinblick auf die Erfüllung des individuellen Rechtsanspruches empfiehlt es sich für die weiter wachsende Wissenschaftsstadt Darmstadt jedoch, eine Quote von mindestens 45 Prozent im U-3-Bereich als Ziel zu formulieren. Daran arbeiten wir“, erklärt Stadträtin Akdeniz.

Unberücksichtigt bleibt hierbei die nur schwer zu prognostizierende Entwicklung der Anzahl von Plätzen bei Tageseltern. „Die Tagespflege ist ein wichtiger Baustein bei der U3-Betreuung. Ich freue mich sehr, dass bereits jetzt 77 Tageseltern die staatlich anerkannte Zusatzqualifikation als zertifizierte Tagespflegeperson absolviert haben. Die Qualifizierung wird vom städtischen Familienzentrum auf der Basis des vom Deutschen Jugendinstitut entwickelten Curriculum und am Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan orientiert angeboten und wahrgenommen“, erläutert Barbara Akdeniz.

Bei der Versorgung mit Betreuungsplätzen für die Altersgruppe der drei- bis sechseinhalb Jahre alten Kinder sank die Versorgungsquote zum 31.12.2012 im gesamten Stadtgebiet – trotz des Ausbaus auf 93,34 Prozent. Der Grund: Die Altersgruppe ist wegen des starken Zuzugs in die Wissenschaftsstadt Darmstadt zahlenmäßig gestiegen. Da derzeit weitere 80 Betreuungsplätze geschaffen werden, wird sich – nach Fertigstellung der Bauprojekte – eine Quote von 95 Prozent ergeben. Ziel in dieser Altersgruppe ist es – ebenfalls wegen der steigenden Gesamteinwohnerzahl und der Berücksichtigung von Integrationsplätzen für Kinder mit Behinderung – eine Versorgungsquote von etwa 108 Prozent zu erreichen. „Nur so wird es realistisch auch künftig möglich sein, im gesetzlich geforderten Sinne, ausreichend Betreuungsplätze vorzuhalten“, sagt Akdeniz.

Um eine Versorgungsquote von 45 Prozent bei der U3-Betreuung und 108 Prozent im Ü3-Bereich zu erreichen, fehlten bislang im Stadtgebiet Darmstadt zum 30.06.2012 insgesamt 1.000 (380 im U3-Bereich und 620 im Ü3-Bereich) Plätze. Zum Stichtag 31.12.2012 fehlten insgesamt immer noch 830 Betreuungsplätze (200 im U3-Bereich und 630 im Ü3-Bereich). Sie zu schaffen, stellt die Stadt vor weitere Herausforderungen.

Zum Jahresanfang 2013 waren bereits 210 Plätze im U3-Bereich und 485 Plätze im Ü3-Bereich in Planung und projektiert. Weitere laufende Anfragen möglicher Träger könnten bei Umsetzung noch einmal 60 Plätze bei den unter Dreijährigen und 65 Plätze im Ü3-Bereich schaffen. Könnten alle derzeit geplanten Plätze realisiert werden (270 U3 und 550 Ü3 – insgesamt 820 Plätze) ergäbe sich daraus eine Versorgungsquoten von 46,47 Prozent (U3) und 105,90 Prozent (Ü3).

„Der Ausbau in der Kinderbetreuung ist ein Gemeinschaftswerk und nur zu schaffen, weil wir mit sehr engagiertem Personal und Hand in Hand mit zahlreichen Trägern arbeiten. Dass die Koalition in jeder Hinsicht diese politische Aufgabe unterstützt, ist Ausdruck politischer Priorisierung. Allen Beteiligten gebührt ein großes Lob für ihren tollen Einsatz“, so Akdeniz abschließend.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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