Neue Teilhabecard für Menschen mit geringem Einkommen sichert den Zugang zu kulturellen und sozialen Angeboten – Karte erleichtert auch den Zugang zu den Angeboten des Bildungs- und Teilhabepakets


1. Mai 2013 - 09:59 | von | Kategorie: Soziales | Artikel drucken
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„Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in unserer Stadt darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Wir wollen mit der Teilhabecard auch Menschen mit geringem Einkommen den Zugang zu den zahlreichen Angeboten ermöglichen“, erklären Darmstadts Oberbürgermeister und Kulturdezernent Jochen Partsch und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz.

Gemeinsam mit dem Bündnis für Soziale Gerechtigkeit hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt daher eine „Teilhabecard“ für einkommensschwache Darmstädter Bürgerinnen und Bürger erarbeitet und stellt sie nach Umsetzung des Magistratsbeschlusses zur Verfügung. Die Teilhabecard bündelt unterschiedliche, bereits bestehende und neue Vergünstigungen im sozialen und kulturellen Bereich. Sie erleichtert die Teilnahme an diesen Angeboten und schafft so neue Partizipationsmöglichkeiten am kulturellen und sozialen Leben in Darmstadt. Neben den Vergünstigungen, die durch die Wissenschaftsstadt und ihren Eigenbetrieben selbst angeboten werden, beteiligen sich zum Start der Karte verschiedene Kooperationspartner mit unterschiedlichen Angeboten.

In Darmstadt leben aktuell rund 15.000 Menschen, die ihren Lebensunterhalt ganz oder aufstockend durch Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II, SGB XII) oder dem Asylbewerberleistungsgesetz finanzieren. Anspruch auf die Teilhabecard haben alle Personen, für die eine der genannten Sozialleistungen gezahlt wird.

„Ich freue mich, dass sich viele kulturelle Einrichtungen der Stadt an der Initiative beteiligen und damit ihre wertvollen kulturellen Angebote für alle nutzbar machen. Teilhabe an Kultur ist für mich eine Basis zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, deshalb müssen wir hier Zugangsbarrieren abbauen“, erläutert Oberbürgermeister Partsch.

„Mit dieser Kooperation – sowohl mit dem Bündnis für soziale Gerechtigkeit als auch mit den Einrichtungen – wird das hohe soziale Engagement in Darmstadt unter Beweis gestellt. Ich bin sicher, dass wir noch weitere Kooperationspartnerinnen gewinnen können, um so die Angebotspalette der Teilhabecard zu erweitern „, ergänzt Sozialdezernentin Barbara Akdeniz.

„Die Teilhabecard ist ein sehr niedrigschwelliges Angebot. Sie wird einfach auf Nachfrage bei der zuständigen Stelle ausgestellt und ist mindestens ein Kalenderjahr gültig. Ist das Kalenderjahr abgelaufen, kann die Karte verlängert werden, wenn die Voraussetzungen weiterhin bestehen. Auch die tatsächliche Nutzung der Karte ist unkompliziert, da sie als Vorlegekarte konzipiert ist und zusammen mit einem Ausweisdokument als Berechtigung für die Vergünstigung ausreicht“, erklärt Birgit Koss, Leiterin des städtischen Amtes für Soziales und Prävention.

Zusätzlich zu den Vergünstigungen im soziokulturellen Bereich, können über die Teilhabecard zukünftig auch die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre in Anspruch genommen werden.

„Die Umsetzung des gesetzlichen Anspruches auf Bildung und Teilhabe wollen wir einfach und transparent gestalten und damit so viele Kinder und Jugendliche wie möglich erreichen. Das wird uns mit Hilfe der Teilhabecard sicher gelingen“, ist sich Stadträtin Akdeniz sicher.

Aktuell werden Leistungen wie Zuschüsse fürs Mittagessen oder Mitgliedsbeiträge im Verein durch die Vorlage von Bescheiden und Papiergutscheinen in Anspruch genommen und separat abgerechnet. Dies soll durch ein elektronisches Gutscheinsystem der Firma Syrcon ersetzt werden. Zugang zum Onlineportal der Firma Syrcon erhält man durch eine auf der Teilhabecard vermerkte Nummer und ein individuelles Passwort. Wer die Leistungen des Bildungspakets über die Karte in Anspruch nehmen möchte, muss bei der zuständigen Stelle allerdings einen Formantrag stellen, damit das Guthaben in das Onlineportal übertragen werden kann. Die Teilhabecard kann dann als Vorlegekarte für soziokulturelle Vergünstigungen für das Nutzen der Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes genutzt werden.

Weitere Informationen gibt es bei im Amt für Soziales und Prävention der Wissenschaftsstadt Darmstadt; Ansprechpartnerin ist Katharina Emmel, Telefon 06151/13-2468, E-Mail: Katharina.Emmel@darmstadt.de.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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