Neuer Darmstädter Mietspiegel – Wohnungsdezernentin Barbara Akdeniz bittet um Mitwirkung: Wissenschaftsstadt Darmstadt und Institut für Wohnen und Umwelt wenden sich mit Fragebögen an Mieter und Vermieter


6. April 2013 - 09:24 | von | Kategorie: Wirtschaft | Artikel drucken
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WohnhausEr ist ein wichtiges und verlässliches Instrument, das Transparenz auf dem Wohnungsmarkt schafft: der Mietspiegel. Für die nächste Auflage zum Berechnen der ortsüblichen Vergleichsmieten wird sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt erstmals direkt an die Mieterinnen und Mieter wenden. Dazu verschickt das Amt für Wohnungswesen ab dem 8. April 2013 (Montag) zweimal Fragebögen an etwa zwanzigtausend zufällig ausgewählte Darmstädter Haushalte.

„Ich kann das Ausfüllen der Fragebögen nur allen ans Herz legen, die auch in Zukunft verlässliche Auskunft über die ortsübliche Vergleichsmieten haben wollen: Bitte unterstützen Sie die Mietspiegelerhebung nach Kräften“, ruft Sozial- und Wohnungsdezernentin Barbara Akdeniz zum Mitmachen auf und erklärt, wie wichtig die durch den Mietspiegel geschaffene Transparenz ist. „Der Mietspiegel hat sich als Orientierungs- und Entscheidungsmaßstab zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete bei Mietern und Vermietern bewährt.“

Da die Datenbasis des derzeit noch gültigen Mietspiegels aus dem Jahr 2007 stammt, ist es wichtig, wieder eine aktuelle, wissenschaftlich fundierte Grundlage zu schaffen – gerade bei den derzeit rasanten Veränderungen auf dem Immobilienmarkt. „Für uns in Darmstadt war der Mietspiegel schon immer ein wichtiges Instrument. So haben wir 2003 als erste deutsche Stadt auch den ökologischen Aspekt eingebracht. Inzwischen wird das für alle Mietspiegel sogar vom Gesetzgeber gefordert“, so die für das Wohnungswesen zuständige Dezernentin weiter.

Im Unterschied zu den früheren Mietspiegeln, erfolgt die Befragung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht mehr durch Interviewer, sondern über einen schriftlichen Fragebogen. Wohnungsdezernentin Barbara Akdeniz bittet im Namen des Magistrats der Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam mit den Vorständen des Mieterbundes und des Haus- und Grundeigentümervereins um rege Unterstützung. „Die Mitarbeit jedes ausgewählten Haushaltes ist wichtig und notwendig. Je stärker die Beteiligung ist, umso klarer wird das Mietbild für Darmstadt.“

Im Anschluss an die Befragung der Mieter erhalten auch die Vermieter einen Fragebogen. Darin sind vor allem Fragen nach der wärmetechnischen Beschaffenheit des jeweiligen Hauses wichtig.

Die Grundlage für den Mietspiegel findet sich im Mietrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches, wobei unterschieden wird zwischen dem normalen und dem „qualifizierten“ Mietspiegel. Voraussetzung für einen qualifizierten Mietspiegel ist, dass er nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen auf der Grundlage einer repräsentativen Datenbasis erstellt wird. Mit der Auswertung der bei den Mieterinnen und Mietern abgefragten Daten hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt das Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) beauftragt.

„Damit wird sichergestellt, dass die Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt auch künftig wieder auf einen aktuellen und repräsentativen Mietspiegel zugreifen können“, so Akdeniz weiter. Die Fragebögen zum neuen Mietspiegel sind mit dem Mieterbund Darmstadt e.V. und dem Verein Haus und Grund Darmstadt e.V. abgestimmt. Beide Verbände unterstützen das Vorhaben.

Der Mietspiegel hat sich als anerkannter Orientierungs- und Entscheidungsmaßstab zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete bei Mietern und Vermietern bewährt. Er ist so auch zu einem wichtigen Instrument geworden, um Streitigkeiten zwischen Mietvertragsparteien zu vermeiden, die sich aus Unkenntnis des Mietpreisgefüges ergeben könnten. Er kann Kosten der Beschaffung und Bewertung von Informationen über Vergleichsmieten im Einzelfall verringern und erleichtert den Gerichten die Entscheidung in Streitfällen. Auch für Behörden und Gerichte, die in sonstigen Streitfällen zu entscheiden haben, hat der Mietspiegel bereits in der Vergangenheit wertvolle Dienste geleistet.

Fragen über die Bedeutung des Darmstädter Mietspiegels oder zu den Fragebögen beantworten gern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amts für Wohnungswesen unter der Telefonnummer 06151-132796.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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