Intensiv-Pflegeeinheit für Frühgeborene: Eine Giraffe für die Kinderkliniken


18. Dezember 2012 - 16:06 | von | Kategorie: Soziales | Artikel drucken
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Die Neugeborenen-Intensivstation der Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margret erhielt am Dienstag (18.12.12) im Rahmen einer kleinen Feierstunde einen Spendengutschein über 80.000 Euro von der Volksbank Südhessen – Darmstadt eG. Dr. Georg Frey, ärztlicher Leiter der Station, nahm im Namen der Kinderkliniken die Spende der Aktion „Volksbank hilft“ von den beiden Volksbankvorständen Walter Konrad und Michael Mahr entgegen. Der Betrag wird für die Anschaffung einer Intensiv-Pflegeeinheit für Frühgeborene verwendet.

Hilfe für Risikobabys
Eine Giraffe zählt zu den Lieblingstieren vieler Kinder. Und eine Giraffe kann auch das Leben von Neugeborenen retten. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um das langhalsige Savannentier, sondern um eine technologisch anspruchsvolle Kombination aus Brutkasten und Wärmebett. Die Neugeborenen-Intensivstation Darmstadt verfügt zurzeit über eine solche Pflegeeinheit, die mit einem Beatmungsgerät und einem Monitor zur Überwachung der Herzfrequenz gekoppelt ist. Diese Technologie dient bereits der Versorgung von Frühgeborenen und Risikobabys. Aber als eines der wichtigsten Zentren zur Versorgung von Neu- und Frühgeborenen in Hessen mit über 800 Patienten im Jahr stößt das Team um Dr. Georg Frey an seine Grenzen. „Die Pflegeeinheit hat sich schon vielfach bewährt. Nur wenn sie belegt ist, wäre eine weitere Giraffe schon wünschenswert“, sagt Frey. Die neue Pflegeeinheit, die von der Spende angeschafft werden soll, wird auf jeden Fall die Intensivversorgung von Frühgeborenen entlasten. In dem Brutkastenbett werden die Frühgeborenen besonders behutsam versorgt, bis sie so weit stabilisiert sind, dass sie in ein offenes Bettchen umgelagert werden können. Die Kombination aus Brutkasten und Wärmebett erspart den Babys die ansonsten häufig übliche Umlagerung bei Transport und Aufenthalt vom Kreißsaal über die Intensivstation bis zur Mutter-Kind-Station. Dies bedeutet besonders für Frühchen eine Belastung und unnötigen, manchmal lebensgefährlichen Stress.

Darmstädter Posse erbrachte den Großteil der Spende
Bemerkenswert ist auch, dass die Spende einen Ur-Darmstädter Hintergrund hat. Ein Großteil des Betrags stammt nämlich aus einer Benefizveranstaltung der genossenschaftlichen Bank. Diese hatte am 29. August anlässlich des 150. Jubiläums der Volksbank eine Aufführung des „Datterich“ im darmstadtium initiiert. Mit zum Erfolg der Aufführung dieser populären Darmstädter Lokalposse aus der Biedermeierzeit hat sicherlich auch die Besetzung aus prominenten Darmstädtern beigetragen. So spielte der Juraprofessor Heinz Holzhauer den Datterich, während Focus-Herausgeber und Medienmanager Helmut Markwort in die Rolle des Herrn Dummbach geschlüpft war. Markwort und Professor Holzhauer waren aus diesem Grunde auch persönlich zur Spendenüberreichung in den Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margret erschienen. Angesichts der Spende zeigte Dr. Frey eine regelrecht adventliche Vorfreude, „ob die Giraffe schon zu Weihnachten bei uns eintrifft, steht noch nicht fest. Aber Anfang 2013 auf jeden Fall!“

Auch die erste Giraffe für das Darmstädter Perinatalzentrum wurde aus Spenden der Volksbank finanziert. Im August 2011 hatte die Stiftung „Hoffnung für Kinder“ der Volksbank Groß-Gerau dafür 70.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Volksbank eG Darmstadt – Kreis Bergstraße hatte sich daran mit 15.000 Euro beteiligt.

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