Bürgerumfrage 2012: Gesamtstädtische Ergebnisse liegen vor – Lebensqualität in der Stadt gestiegen – Darmstädter geben ihrer Stadt gute Noten


15. November 2012 - 14:08 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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Neues RathausMit Erfolg wurde im Sommer 2012 die dritte Bürgerumfrage in der Wissenschaftsstadt Darmstadt nach 2006 und 2009 durchgeführt. Bürgerinnen und Bürger konnten auf Basis einer repräsentativen Stichprobe ihre Meinung zu wichtigen städtischen Fragestellungen äußern. Die gesamtstädtischen Ergebnisse liegen jetzt vor. Die Rücklaufquote ist mit 38,4 Prozent im Vergleich anderer schriftlicher Befragungen erneut sehr gut. Eine umfangreiche Publikation mit differenzierten Aussagen zu Stadtteilergebnissen, einer Auswertung der Meinung von Frauen und Männern sowie nach Altersgruppen wird im kommenden Jahr folgen.

Für die Bereiche Lebensqualität, Stadtentwicklung, Wohnen, Einkaufssituation und Städtischer Haushalt werden die gesamtstädtischen Ergebnisse vorgestellt:

Lebensqualität
Bei kommunalen Bürgerumfragen ist die Frage nach der Lebensqualität in der Stadt von zentraler Bedeutung. Sie bietet einen wichtigen Indikator für das Lebensgefühl der Menschen. In Darmstadt bescheinigen 76,6 Prozent der Bürgerinnen und Bürger der Stadt eine hohe bis sehr hohe Lebensqualität. Gegenüber der Bürgerumfrage von 2009 (72,9 Prozent) hat sich dieser Wert nochmals gesteigert. Oberbürgermeister Jochen Partsch ist sehr erfreut über diese positive Beurteilung: „Mehr als drei Viertel der Darmstädterinnen und Darmstädter sind in ihrem Lebensumfeld zufrieden mit der Entwicklung, die Darmstadt in den letzen Jahren genommen hat. Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger ist sehr wichtig für die weitere Ausgestaltung aller städtischen Lebensbereiche und als Hinweis für die Anstrengungen, die unternommen werden, die hohe Lebensqualität in der Stadt weiter zu verbessern.“ Partsch erläutert weiter, die regelmäßige Befragung der Bevölkerung sei zu einem unverzichtbaren Baustein der kommunalen Beteiligungskultur geworden. „Gerade die Zeitreihen, die uns inzwischen seit 2006 für Vergleiche zur Verfügung stehen, eröffnen Schritt für Schritt neue Perspektiven auf die Lebenssituation in unserer Stadt. Dies werden wir in Zukunft weiter ausbauen.“

Stadtentwicklung
Zentral für viele Darmstädterinnen und Darmstädter sind die Themen Wirtschaft, Arbeitsplätze, Wissenschaft und Infrastruktur. Mit teilweise sehr hohen Zustimmungsquoten werden diese Bereiche beurteilt. So sind die Stärkung des Wirtschaftsstandortes, die Förderung von Forschung, Wissenschaft und Hochschulen aus ihrer Sicht wichtige Aufgaben.
Alle Fragen zum Bildungsbereich wie zum Beispiel die Bereitstellung von Angeboten für Kinder und Jugendliche (U3-Versorgung, Bereitstellung von Kita-Plätzen), die Schulbausanierung oder die Stärkung von Bildungsangeboten erzielen stark überdurchschnittliche Zustimmungen.
Auch die Sanierung der öffentlichen Wege und Straßen liegt ihnen sehr am Herzen, ebenso die Verbesserung des Verkehrsflusses und das Angebot an Parkmöglichkeiten, der Ausbau des Fahrradwegenetzes und die weitere Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs.
An Bedeutung gegenüber der letzten Umfrage deutlich gewonnen haben Infrastruktur- und Umweltthemen wie klimafreundliche Energieversorgung, die Verminderung von Treibhausgasen wie CO2, die Senkung der Luftverschmutzung (Feinstaub) oder die Lärmvermeidung und -verringerung. Weniger wichtig sind aus Bürgersicht derzeit zum Bespiel der Bau von Umgehungsstrassen, die Offenlegung des Darmbaches oder der Bau eines neuen Rathauses. „Gerade den Aspekt des Rathausneubaus finde ich nach dem Abschluss der Beteiligung zum Bürgerhaushalt 2012 nennenswert. Hier stellt sich uns eine umfassende Informations- und Kommunikationsaufgabe, um der Bürgerschaft zu verdeutlichen, wo die wirtschaftlichen und dienstleistungsbezogenen Vorteile für alle Darmstädterinnen und Darmstädter liegen. Das gehen wir gemeinsam in der Stadtregierung an“, kündigt Oberbürgermeister Jochen Partsch an.

Wohnen in Darmstadt
Auch mit der Wohnsituation in der Wissenschaftsstadt sind die Darmstädterinnen und Darmstädter zufrieden (63,4 Prozent) bis sehr zufrieden (30,8 Prozent): in Summe 94,2 Prozent, ein sehr ähnlicher Wert wie in 2009. Dennoch ist die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger der Meinung, dass es schwer ist, eine den eigenen Bedürfnissen entsprechende Wohnung zu finden.
Deutlich wird der Trend zum energiesparenden Wohnen in der Stadt: 31,5 Prozent aller Darmstädterinnen und Darmstädter haben in den letzten zwei Jahren Energiesparmaßnahmen an ihrer Wohnung oder ihrem Haus vorgenommen. Die Palette der Investitionen umfasst alle Bereiche der Wärmedämmung, die Anschaffung neuer Heizungsanlagen, Verbesserung der Fensterisolierung bis hin zum Einsatz von Solarenergie. Bereits die Bürgerumfrage in 2009 ergab ein großes Potential an Energiesparmaßnahmen: so wollten 31,5 Prozent der Befragten ihre Häuser und Wohnungen energetisch modernisieren, eine ebenso große Gruppe hat dies nun tatsächlich durchgeführt.

Einkaufssituation
Lebensmittel für den täglichen Verbrauch werden in Darmstadt von 75,3 Prozent der Bürgerinnen und Bürgern im eigenen Stadtteil erworben. Auch Lebensmittelvorräte werden zu 48 Prozent im eigenen Stadtteil gekauft. Bedarfe gibt es im Möbelbereich: 57,3 Prozent (in 2009: 61,3 Prozent) kaufen ihre Wohnungseinrichtung nicht in Darmstadt. Zufrieden mit dem Warenangebot im eigenen Stadtteil sind 74,7 Prozent und in der City 80,3 Prozent. Dies ist eine starke Bestätigung für das städtische Nahversorgungskonzept.

Städtischer Haushalt
Erstmals wurden Bürgerinnen und Bürger nach Einsparmöglichkeiten und Angebotserweiterungen im städtischen Haushalt befragt: das Konzept zur Haushaltskonsolidierung ist vielen Befragten noch nicht vollständig vertraut. Jedoch 49 Prozent aller Darmstädterinnen und Darmstädter sind bereit, zur Haushaltskonsolidierung auch persönliche Angebotseinschränkungen oder Gebührenerhöhungen in Kauf zu nehmen. So sind beispielsweise 33,7 Prozent der Befragten bereit, bei den Bezirksverwaltungen einzusparen, beim Straßenneubau 34,4 Prozent oder beim Stadion am Böllenfalltor zu 46,6 Prozent. Die Ausgaben für Kinderbetreuung jedoch sollen nach Ansicht von 62 Prozent der Bürgerinnen und Bürger erhöht werden, auch die Straßensanierung sowie der Fahrradwegebau oder die Schulsanierung sind von hoher Priorität: dort soll von städtischer Seite aus mehr investiert werden.

Die gesamtstädtischen Ergebnisse sind in einer 20-seitigen Broschüre zusammengefasst, die auf den städtischen Internetseiten unter www.darmstadt.de/standort/statistik-und-stadtforschung zu finden und herunter zu laden ist.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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