Erste Säule in Betrieb: Rotlichtüberwachung Karlsruher Ecke Pfungstädter Straße läuft


12. November 2012 - 14:40 | von | Kategorie: Verkehr | Artikel drucken
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Ampelanlage

„Schon 2008 hat der Magistrat beschlossen, die Rotlichtüberwachung in Darmstadt wieder aufzunehmen. Ich bin sehr froh, dass es uns jetzt gelungen ist, die erste Anlage in Betrieb zu nehmen. Seit Anfang November ist die Rotlichtüberwachungssäule im Stadtgebiet im Einsatz, die seit Mitte Oktober schon Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. Die Zahl von bisher 12.000 verzeichneten Verstößen gibt uns Recht, dass dies ein unverzichtbares Mittel ist, um die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen“, sagte Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer bei der Vorstellung der ersten Überwachungsanlage an der Kreuzung Karlsruher / Pfungstädter Straße am Montag (12.11.12.).

Das erste Gerät der Firma Vitronic (Wiesbaden) an der Kreuzung in Darmstadt-Eberstadt ist in der Lage, sowohl Rotlichtverstöße wie auch eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu erfassen. Die Anlage wurde am 11. Oktober 2012 zunächst nur mit der Geschwindigkeitsüberwachung in Betrieb genommen. Auf Grund einer zusätzlich erforderlichen Eichung läuft die Rotlichtüberwachung seit dem 2. November.

Das vollautomatische System überwacht nur die beiden geradeaus in nördliche Richtung führenden Fahrspuren – und das mit einem Sensor viele Male pro Sekunde. Dabei wird ein exaktes Abbild der Verkehrssituation erstellt und es werden Verstöße über mehrere Spuren erkannt. Auch dicht hintereinander oder nebeneinander fahrende Fahrzeuge und Spurwechsler werden überwacht. Alle Verstöße werden mit einer hoch auflösenden Kamera dokumentiert. Möglich macht dies moderne Lasertechnik.

Die Anschaffung von elf weiteren Säulen mit kombinierter Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachung und von zwei weiteren mobilen Kameras, die dann an den Standorten wechselnd eingesetzt werden können, ist für das Stadtgebiet Darmstadt geplant, so Bürgermeister Rafael Reißer weiter. Schon die Magistratsvorlage aus dem Jahr 2008 sah insgesamt zwölf Standorte mit erhöhtem Unfallaufkommen vor, die mit Kameras überwacht werden sollen. Die möglichen Standorte werden zunächst in der AG Verkehrssicherheit neu bewertet und dem Magistrat noch einmal zur Beschlussfassung vorgelegt. Die Kosten für diese Maßnahmen betragen rund 400.000 Euro.

„Die Kosten in Höhe von 100.000 Euro für die erste Säule inklusive Kamera haben sich bereits in den ersten Wochen fast amortisiert. Die bisher erfassten 12.000 Verstöße haben Verwarnungsgelder in Höhe von rund 60.000 Euro und Bußgelder in Höhe von 42.000 Euro zur Folge. Das Verwarnungsgeld kommt direkt der Stadtkasse zugute. Die Bußgeldeinnahmen gehen an das Land Hessen; hier bekommt die Stadt nur eine Fallpauschale. Ab Januar 2013 erhält die Stadt dann 40 Prozent der Bußgelder. Ich betone aber nochmals: Es ist nicht unser Ansinnen, damit unser Haushaltsloch zu stopfen. Wir wollen die Verkehrssicherheit in unserer Stadt erhöhen. Unser Ziel ist, dass sich alle Verkehrsteilnehmer an die Vorschriften halten. Wer sich an die geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen und an die Verkehrsregeln hält, der wird auch nicht zur Kasse gebeten“, erläuterte Bürgermeister Rafael Reißer weiter.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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