Neue Stolpersteine in Darmstadt


8. November 2012 - 08:01 | von | Kategorie: Kultur | Artikel drucken
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StolpersteineAm Freitag (16.11.12) werden in Darmstadt neun weitere Stolpersteine an Bürgerinnen und Bürger Darmstadts erinnern, die durch Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung Opfer des Nationalsozialismus wurden. Damit die Erinnerung an die Menschen lebendig bleibt, werden vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort oder am Ort ihrer Arbeitsstelle Gedenksteine in den Gehweg eingelassen.

Mit den Stolpersteinen bekommt das Opfer seinen Namen wieder, jedes Opfer erhält einen eigenen Stein – seine Identität und sein Schicksal sind, soweit bekannt, ablesbar. Durch den Gedenkstein vor seinem Haus wird die Erinnerung an diese Menschen in unseren Alltag geholt.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig, der in den 1990er Jahren das Projekt Stolpersteine initiiert hat, wird dieses Mal die Stolpersteine wieder selbst verlegen.

Inzwischen liegen rund 28.000 Stolpersteine in über 600 Orten Deutschlands und in mehreren anderen Ländern Europas, davon 172 in Darmstadt.

Die Verlegung der Stolpersteine beginnt um 14 Uhr mit Stadträtin Iris Bachmann in der Heinrichstraße 43. Dort wird ein Stolperstein zur Erinnerung an Ernst Joseph Trier verlegt, der unter Vorwand inhaftiert wurde und sich im Gefängnis das Leben nahm. Danach werden weitere Gedenksteine verlegt für Max Ullmann und Bruno Hess vor dem Haus in der Annastraße 22, für Selma Ewald in der Moosbergstraße 65, für Anna Oppenheimer im Roquetteweg 28, für Rosa Bröning in der Roßdörfer Straße 45, für Anna Muskat in der Beckstraße 70, für Paula Theodora Adler in der Inselstraße 19 und zur Erinnerung an Karoline Strauss in der Heidenreichstraße 4 gegen 16:45 Uhr.

Eine Informationsbroschüre zur Aktion Stolpersteine ist kostenlos im Bürger- und Informationszentrum der Wissenschaftsstadt Darmstadt am Luisenplatz 5 a erhältlich. Informationen zu einer Patenschaft für einen Stolperstein gibt es beim Kulturamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Telefon 06151/13-3336 und online.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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