74. Jahrestag der Reichspogromnacht: Wissenschaftsstadt Darmstadt zeigt die Ausstellung „Der Soldat Tolkatchev: An den Toren der Hölle“ im Justus-Liebig Haus


2. November 2012 - 07:31 | von | Kategorie: Ausstellung | Artikel drucken
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Justus-Liebig-Haus DarmstadtDie Wissenschaftsstadt Darmstadt zeigt anlässlich des 74. Jahrestages der Reichspogromnacht im Foyer des Justus-Liebig-Hauses, Große Bachgasse 2, die Wanderausstellung „Der Soldat Tolkatchev: An den Toren der Hölle“ mit Reproduktionen von Zeichnungen und Illustrationen des russisch-jüdischen Künstlers Zinovii Tolkatchev. Als Rotarmist fotografierte Tolkatchev die Befreiung der Vernichtungslager Auschwitz und Maidanek; aus diesen Bildern gestaltete die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem die Ausstellung.

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, zum Jahrestag der Reichspogromnacht diese Ausstellung nach Darmstadt zu holen. Die Bilder von Zinovii Tolkatchev sind in ihrer Direktheit und ihrem Realismus beeindruckend und erschreckend zugleich. Der Brutalität der Vorgänge, die die Bilder wie Tatorte dokumentieren, kann sich niemand entziehen. Auf diese Weise ist die Ausstellung Erinnerung an die Opfer und zugleich ernste Mahnung an uns alle – ein Aufruf, Intoleranz, Rassismus und Rechtsextremismus nicht zu dulden. Wie wichtig eine solche Mahnung zur Wachsamkeit gerade jetzt ist, zeigen uns die Aktivitäten von Neonazis, die auch vor Gewalt und Mord nicht zurückschrecken. Hier müssen Demokraten klar Position beziehen: Wir werden auch in Zukunft Rechtsextremismus und Rassismus konsequent entgegentreten“, so Oberbürgermeister Partsch; er eröffnet „Der Soldat Tolkatchev: An den Toren der Hölle“ im Justus-Liebig Haus am kommenden Montag (05.11.12) um 18 Uhr, Pfarrer Hans J. Scholz (Freundeskreis Yad Vashem Deutschland) wird ein Grußwort sprechen.

Die Ausstellung ist nach der Eröffnung noch bis zum 15. November 2012 montags von 10 Uhr bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 Uhr bis 19 Uhr, mittwochs und freitags von 10 Uhr bis 17 Uhr und samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr zu sehen.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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