Wie kann die Energiewende realisiert werden? – Vortragsreihe „Energie für die Zukunft“startet


25. August 2012 - 06:47 | von | Kategorie: Umwelt | Artikel drucken
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WolkenGerade einmal eineinhalb Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima scheint die Bereitschaft zur schnellen Energiewende in Deutschland wieder zu sinken. Die Diskussion um höhere Strompreise für die Bevölkerung und Unklarheiten bei der Ausgestaltung des Netzausbaus verunsichern. Wie kann die Energiewende dennoch technisch, wirtschaftlich, aber auch “in den Köpfen“ gut gelingen? Antworten hierauf gibt die Vortragsreihe „Energie für die Zukunft“, die im nunmehr achten Jahr von der Hochschule Darmstadt (h_da) und dem NATURpur Institut für Klima- und Umweltschutz veranstaltet wird. Neu ist die Partnerschaft mit der Centralstation Darmstadt: „Energie für die Zukunft“ findet dort ab sofort immer montags statt am dortigen „Wissenschaftstag“, den die Centralstation seit mehreren Jahren mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt veranstaltet. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Zum Auftakt der aktuellen Reihe am 3. September begrüßt Moderator Lothar Petry, Professor am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule Darmstadt, Prof. Arnulf Rosenstock, Vorsitzender der Stiftung Hofgut Oberfeld. In seinem Vortrag möchte er dem „Modewort Nachhaltigkeit“ auf den Grund gehen. Woher stammt es, was bedeutet es?

Am 15. Oktober klärt Prof. Thomas Betz vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule Darmstadt darüber auf, inwieweit Blitze als Energiequelle genutzt werden können. Experimente zur elektrischen Feldstärke und die Visualisierung von Hochspannungseffekten sollen die Thematik anschaulich machen. Wie das Energieversorgungsnetz der Zukunft ausgestaltet sein könnte, beleuchtet Prof. Jutta Hanson von der Technischen Universität Darmstadt in ihrem Vortrag am 26. November.

Die intelligente Energieversorgung der Zukunft am Beispiel des EU-Projekts „Web2Energy“ erläutert am 17. Dezember Bernhard Fenn vom NATURpur Institut für Klima- und Umweltschutz. Die intelligente Energieversorgung soll unter anderem die Web-Vernetzung technischer Geräte ermöglichen, so dass etwa der Trockner bevorzugt bei sonnigem Wetter schleudert, wenn die entsprechenden Kollektoren einen Strom-Überschuss sammeln.

Am 28. Januar 2013 berichtet Prof. Michael Sterner von der Hochschule Regensburg über die Perspektiven des so genannten Windgases. Zum Abschluss der Vortragsreihe am 4. Februar 2013 sensibilisiert Martin Huth von der Lokalen Agenda 21 Darmstadt für den sogenannten „ökologischen Fußabdruck“ – die persönliche CO2-Bilanz, die jeder Bürger durch seinen Lebenswandel beeinflussen kann.

„Die große Herausforderung für die Zukunft wird sein, die Energiewende technisch und wirtschaftlich durch den Ausbau des elektrischen Netzes und durch neue Speichermöglichkeiten voranzutreiben, dabei die Menschen aber auch mental mitzunehmen“, ordnet Lothar Petry die Ausrichtung der aktuellen Vortragsserie ein.

„Energie für die Zukunft“ entsteht traditionell in enger Zusammenarbeit zwischen Hochschule Darmstadt und dem NATURpur Institut für Klima- und Umweltschutz. Mathias W. Send, Vorsitzender der Geschäftsführung des NATURpur-Institutes für Klima- und Umweltschutz: „Der nationale Konsens für eine Energiewende scheint zu bröckeln. Politiker, Ökonomen und Bürger fragen zunehmend kritisch, wie und zu welchen Kosten Deutschland seine selbstgesteckten Ziele für eine nachhaltige Energieversorgung erreichen kann. Vor diesem Hintergrund ist die traditionelle Vortragsreihe ´Energie für die Zukunft´ aktueller denn je“.

Veranstaltungsort
Centralstation Darmstadt
Im Carree
64283 Darmstadt

Beginn
Jeweils um 19 Uhr, montags, im Rahmen des Wissenschaftstags

Der Eintritt ist frei.

Programmübersicht:
3. September 2012
Prof. Dr. Arnulf Rosenstock:
„Nachhaltigkeit – einem Modewort auf den Grund gegangen.“

15. Oktober 2012
Prof. Dr.-Ing. Thomas Betz, Hochschule Darmstadt:
„Blitz und Donner – eine mögliche Energiequelle oder doch nur ein Hochspannungsspektakel? Hier treffen sich Theorie und Praxis.“

26. November 2012
Prof. Dr.-Ing. Jutta Hanson, Technische Universität Darmstadt:
„Das Energieversorgungsnetz für die Ener­giewende.“

17. Dezember 2012
Dipl.-Ing. Bernhard Fenn, NATURpur Institut für Kli­ma- und Umweltschutz, Darmstadt:
„Intelligente Ener­gieversorgung der Zukunft am Praxisbeispiel des EU-Projektes ‚Web2Energy‘.“

28. Januar 2013
Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner, Hochschule Regens­burg:
„Transformation der Energiesysteme – Power to gas.“

4. Februar 2013
Dipl.-Ing. Martin Huth, Lokale Agenda 21, Darmstadt:
„Der ökologische Fußabdruck – wie viel Raum braucht mein Lebensstil?“

www.energie-fuer-die-zukunft.de

Quelle: Hochschule Darmstadt

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