Bismarckbrunnen sprudelt wieder – Spendenaufruf von Darmstadt Marketing generiert 30.000 Euro Spenden


6. Juni 2012 - 05:51 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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Bismarckbrunnen„Mehr als zehn Jahre war der Bismarckbrunnen am Ludwigsplatz trocken gelegt. Die Wassertechnik war defekt und es gab massive bauliche Schäden. Der heutige Tag bietet wahrhaftig einen Grund zum Feiern. Ich danke allen ganz herzlich, die sich mit vereinten Kräften dafür eingesetzt haben, den Brunnen wieder zum Sprudeln zu bringen“, sagte Baudezernentin Brigitte Lindscheid bei der Inbetriebnahme am Dienstag (05.06.12).

Im Sommer 2011 wurden die Arbeiten unter der Projektsteuerung des Eigenbetriebs Immobilienmanagement Darmstadt aufgenommen. „Geplant war der Abschluss der Sanierungsarbeiten für den vergangenen Herbst. Dieser Termin konnte nicht gehalten werden, weil bei der Bauausführung vor allem unvorhersagbare Probleme mit den unteren Wasserspeiern aufgetreten sind. Dies erforderte den Einbau neuer Wasserzuführungen, dafür musste das obere Wasserbecken bis zu den unteren Wasserspeiern aufgestemmt werden. Damit die Stemmarbeiten keine Schäden am Muschelkalk verursachen, geschahen diese Arbeiten zum großen Teil in Handarbeit. Aufgrund dieser Verzögerungen konnten witterungsbedingt die Betonsanierungs- und Abdichtungsarbeiten 2011 nicht mehr abgeschlossen werden“, erläuterte Stadträtin Lindscheid die Sanierungsmaßnahme.

Erst nach Abbau der oberen Kronenabdeckung, die in eine Restaurationswerkstatt abtransportiert wurde, konnte der genaue Sanierungsbedarf ermittelt werden. Der Wasseranschluss erhielt eine neue Pump- und Filtertechnik, die Sanitärinstallation wurde erneuert. Alle Bronzegussteile wurden restauriert, der Naturstein instand gesetzt, der Beton saniert und abgedichtet.

„Von der Mathildenhöhe bis zum Hauptbahnhof prägen Brunnen den öffentlichen Raum in Darmstadt. Damit tragen sie ganz erheblich zur Lebensqualität der Darmstädterinnen und Darmstädter bei. In den vergangenen Jahren haben die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Bürgerinnen und Bürger schon große Anstrengungen unternommen, die mittlerweile in die Jahre gekommenen Brunnen zu restaurieren und wieder funktionstüchtig zu machen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die Stadt mit der Fülle der anstehenden Aufgaben an den insgesamt 91 Brunnen im Stadtgebiet nicht ohne aktive Mitwirkung von Vereinen, Unternehmen oder engagierten Bürgern auskommt“, führte Stadträtin Brigitte Lindscheid aus.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH hat es deshalb übernommen, für die Brunnenanlagen in der City die Werbetrommel zu rühren und Spendengelder einzusammeln. „Wir haben uns mit einem Spendenaufruf an Vereine, Einzelpersonen, Geschäftsinhaber und Mitglieder unseres Vereins für Citymarketing gewand und sie gebeten, sich bei den Sanierungskosten für den wunderbaren Brunnen, der den Ludwigsplatz in einzigartiger Weise prägt, zu beteiligen. Dass ein funktionstüchtiger Brunnen die Aufenthaltsqualität deutlich erhöht und damit dem innerstädtischen Handel und den Dienstleistungsbetrieben zu Gute kommt, blieb nicht unerhört. Wir konnten für den Bismarckbrunnen insgesamt 30.650 Euro einsammeln“, berichtete Anja Herdel, Geschäftsführerin der Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH. Als sichtbaren Dank werden alle Spender namentlich auf einer Tafel am Brunnenrand genannt. Insgesamt betrugen die Baukosten rund 100.000 Euro.

Der Bismarckbrunnen ist einer der historischen Brunnenanlagen im Zentrum Darmstadts. Er wurde 1906 auf dem Ludwigsplatz errichtet. Entworfen von Friedrich Pützer wurde er vom Jugendstilkünstler und Bildhauer Ludwig Habich gefertigt. Der Bismarckbrunnen ersetzte den bis zu diesem Zeitpunkt an gleicher Stelle vorhandenen Hassiabrunnen von Johann Baptist Scholl dem Jüngeren.

Der Bismarckbrunnen ist aus fränkischem Muschelkalk gefertigt. Er besteht aus einem großen unteren Wasserbecken, aus dem sich im Zentrum ein weiteres oben liegendes Becken erhebt. Dieses obere Wasserbecken wird von vier Wasserspeiern aus einer quadratischen Säule gespeist. Die Säule ist zugleich der Sockel für das Standbild von Otto von Bismarck.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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