h_da richtet internationale Forschungskonferenz


26. April 2012 - 08:47 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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Hochschule DarmstadtAuch an Fachhochschulen sind Promotionen möglich, wenn die Hochschule, wie die Hochschule Darmstadt (h_da), mit Universitäten kooperiert. „Wir am Fachbereich Informatik machen das seit über zehn Jahren“, blickt h_da-Professor Bernhard Humm auf Kooperationen mit den Universitäten mit der britischen Plymouth University, dem Cork Institute of Technology in Irland und dem norwegischen Gjøvik University College zurück. „Gemeinsame Tagungen sind ein wesentlicher Baustein bei der Zusammenarbeit“, weist der Direktor des Instituts für angewandte Informatik auf die am 26. und 27. April 2012, in Darmstadt im Designhaus im Eugen Bracht Weg stattfindende CERC 2012 hin. CERC steht für Collaborative European Research Conference. Ihre Themen kommen aus den Fächern Betriebswirtschaft, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Informatik, Medien und Gestaltung.

Ein Vortrag aus Irland betrachtet zum Beispiel die Zukunft von Elektroautos auf der grünen Insel. Ein anderer Wissenschaftler des Cork Institute of Technology untersucht die Vorhersagbarkeit von Milchpreisen. Eine Arbeit der Hochschule Darmstadt untersucht, inwieweit es Muster gibt, wenn Betrug über Telefonabrechnungen stattfindet, und ob man diesen dann im Vorfeld schon stoppen kann.

Ziel der Konferenz ist, die Zusammenarbeit zwischen europäischen Kollegen über die Fach- und Ländergrenzen hinweg zu fördern und den Blick über den Tellerrand hinaus zu richten. Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist eine Quelle für Innovationen und Forschung. „Da können Wissenschaftler verschiedener Disziplinen voneinander lernen“, erläutert Humm, der auch der Promotionskoordinator am Fachbereich Informatik ist. Beispielsweise müsse man für ergonomische Benutzeroberflächen von Anwendungen Informatiker mit Mediendesignern zusammenbringen. Oder man tausche sich mit Sozialwissenschaftlern bei der Auswertung von Umfragen aus.

„Ein weiteres Ziel ist es, unseren jungen Doktoranden eine internationale Bühne zu geben“, erklärt Humm, der an der Hochschule Darmstadt Software-Entwicklung und Projektmanagement lehrt. Für die Forschung aber auch den Beruf werden internationale Erfahrungen immer wichtiger.

Auf der Tagung soll auch ein neuer methodischer Ansatz verfolgt werden. „Ich finde es schade, dass auf klassischen Konferenzen zu wenig Zusammenarbeit im Sinne echter Workshops stattfindet“, sagt Bernhard Humm. Daher gebe es zum einen mehr Zeit, um über die vorgestellte Arbeit zu diskutieren. Zum anderen soll für die Abschlusssitzung jeweils ein Höhepunkt einer Vortragsreihe herausgearbeitet werden. Das könne ein einzelner Vortrag, ein besonderer Aspekt oder eine Synthese sein. Darüber hinaus werde man am letzten Tag die überzeugendste Präsentation mit einem Preis belohnen.

Quelle: Hochschule Darmstadt

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