Neues Blockheizkraftwerk im Zoo Vivarium sorgt für klimaschonende und effiziente Erzeugung von Wärme und Strom


6. März 2012 - 11:24 | von | Kategorie: Umwelt | Artikel drucken
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Zoo Vivarium_DarmstadtSeit Jahresbeginn 2012 sorgt ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) im Zoo Vivarium neben der Heizzentrale der Aquarienhalle für eine klimaschonende und effiziente Energieerzeugung. Es ist in einer Betonzelle von drei auf 2,5 Metern installiert und mit der Heizung der Aquarienhalle gekoppelt. Das BHKW wandelt die eingesetzte Energiemenge an Erdgas und Flüssiggas in Wärme und Elektrizität um. Die anfallende Wärmemenge wird vollständig an das angebundene Heizungssystem der Aquarienhalle und der angeschlossenen Gebäude Riesenschildkrötenhaus, Verwaltung, Werkstatt und Tropenhaus abgegeben. Im BHKW wird keine Nutzwärme über einen Notkühler oder sonstige technische Vorrichtungen abgeführt. Der höhere Gesamtnutzungsgrad gegenüber der herkömmlichen Kombination von lokaler Heizung und zentralem Kraftwerk resultiert daraus, dass die Abwärme der Stromerzeugung direkt am Ort der Entstehung genutzt wird: Blockheizkraftwerke nutzen die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme und erzielen so Wirkungsgrade von über 90 Prozent.

“In herkömmlichen Kraftwerken erreicht die Stromerzeugung Wirkungsgrade von nur etwa 40 Prozent. Fast zwei Drittel der eingesetzten Energie werden als Abwärme ungenutzt an die Umwelt abgegeben. Das Blockheizkraftwerk im Zoo Vivarium verringert den Primärenergieverbrauch um mehr als 30 Prozent, die CO2-Emissionen sinken um bis zu einem Drittel. Durch die Stromersparnis amortisiert sich die Investition von 115.000 Euro aus dem städtischen Investitionsprogramm Klimaschutz in das neue Blockheizkraftwerk im Zoo Vivarium schon nach rund acht Jahren. Effizienz, Klimaschutz und ökonomisches Handeln gehen hier Hand in Hand“, erläutert die für den Zoo Vivarium zuständige Stadträtin Brigitte Lindscheid.

Der Wärmebedarf im Zoo Vivarium liegt im Winter stündlich bei insgesamt etwa 150 Kilowatt. Das BHKW erzielt pro Stunde eine Energie von 20 Kilowatt. Um alle angeschlossenen Gebäude zu heizen, ist es notwendig, im Winter die Heizzentrale der Aquarienhalle mit zu nutzen. In den Sommermonaten hingegen benötigt nur die Aquarienhalle Wärme. Hierfür reicht die alleinige Versorgung durch das BHKW aus, die Heizung der Aquarienhalle kann im Sommer komplett abgeschaltet werden.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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