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Allianz für (Flug-)Lärmschutz 2012 – Wissenschaftsstadt Darmstadt ist vorsichtig optimistisch


2. März 2012 - 08:36 | von | Kategorie: Umwelt | Artikel drucken
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FlugzeugDas am Mittwoch (29. Februar 2012) von Ministerpräsident Volker Bouffier, Wirtschaftsminister Dieter Posch und Vertretern der Luftverkehrswirtschaft im Rahmen einer Allianz für (Flug-)Lärmschutz 2012 vorgestellte Maßnahmenpaket für eine Ausweitung des Schallschutzes wird von der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Teilen ausdrücklich begrüßt.

Darmstadts Stadträtin für Planen, Bauen, Umwelt und Verkehr Brigitte Lindscheid stellt fest:

„Offensichtlich hat die Landesregierung den erhöhten Schallschutzbedarf in der Region erkannt und ist bereit, entsprechend zu handeln. Die Schaffung eines Regionalfonds zur Unterstützung privater Haushalte und öffentlicher Einrichtungen innerhalb des Lärmschutzbereiches in Form von zusätzlichen, ergänzenden Zuschüssen, Umzugsbeihilfen und zinsverbilligten Darlehen ist ein richtiges Signal an die Fluglärmgeplagten in der Region. Wir werden daher im Interesse der Lärmbetroffenen im Rahmen der Forums- und Kommissionsarbeit aktiv an der Erstellung des noch ausstehenden Kriterienkataloges mitwirken.“

Eine Abfuhr dagegen erteilt Stadträtin Lindscheid der Idee, Umlandkommunen an der Finanzierung des Regionalfonds zu beteiligen, etwa in Form der Abführung von Teilen des Gewerbesteuerertrages von Unternehmen mit flughafenbezogenen Geschäftstätigkeiten:

„Verursacher des Fluglärms sind der Flughafen und die Luftverkehrswirtschaft. Leidtragende sind die Bevölkerung in der Region und die Umlandkommunen, welche sich mit teilweise eklatanten Negativentwicklungen auseinandersetzen müssen. Ein womöglich flughafeninduzierter Gewerbesteuerertrag belastet die Kommunen zusätzlich und stellt damit kein Ansatz zur Lösung der Probleme im Umfeld des Flughafens dar“.

Wie auch die Fluglärmkommission in ihrer ersten Einschätzung des Fluglärmgipfels bedauert die Wissenschaftsstadt Darmstadt, dass es den Allianz-Partnern offensichtlich nicht gelungen ist, eine für die Region so wichtige Lärmobergrenze zu definieren. Stadträtin Brigitte Lindscheid sagt aber auch gleichzeitig weitgehende, objektive Unterstützung in der Bewertung aller vorgeschlagener Maßnahmen zu: „Gemeinsam mit allen anderen Mitstreitern in der Fluglärmkommission werden wir alle von der Landesregierung im Rahmen des Fluglärmgipfels präsentierten Vorschläge einer objektiven Beurteilung und Bewertung unterziehen. Vieles ist in der Diskussion nicht neu, kommt teilweise bereits modifiziert in Erprobungsphasen zum Einsatz. Andere Vorschläge wie die bevorzugte Startbahn- und Flugroutennutzung, Early Morning DROps genannt, müssen im Detail bewertet werden.

Große Hoffnungen und Erwartungen zur Entlastung des stark belasteten Darmstädter Nordens setzt die Wissenschaftsstadt Darmstadt in die angekündigte Optimierung der Abflugstrecke „KÖNIG kurz“: „Genauere Details kennen wir noch nicht, vermuten allerdings einen Sachzusammenhang zu einem von uns bereits vor Jahren in die Fluglärmkommission eingebrachten Modifikationsvorschlag zur lateralen Routenverschiebung über unbesiedeltes Gebiet. Ich sehe in den nächsten Wochen der Präsentation und den Details dieser angekündigten Maßnahme mit hohem Interesse entgegen, zumal dem Vernehmen nach mit einer signifikant hohen Entlastung für Darmstadt und der Region insgesamt gerechnet wird“, so Stadträtin Lindscheid abschließend.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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Ein Kommentar
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  1. Verschiebung der Abflugroute König-kurz, St. Florian lässt grüßen,

    wer glaubt, dass sich im Darmstädter Norden unbesiedeltes Gebiet befindet und damit genau genommen die 1000 m Luftlinie zwischen Erzhausen und Wixhausen meint, sollte vielleicht berücksichtigen, dass durch die Routenänderung die Maschinen deutlich niedriger als über darmstädter Stadtgebiet unter anderem das regionale Schulzentrum, die Hessenwaldschule direkt überfliegen. Auch die Erzhäuser Bürgerinnen und Bürger werden diesen aufrückenden Zusatzlärm ob des Egelsbacher Flugplatzes, den Hübschrauberrunden und startenden Learjets wohl kaum noch wahrnehmen und sich darüber freuen, dass viele Darmstädter Bürger einen ruhigeren und angenehmeren Alltag erleben dürfen. Lärmgeplagte Wixhäuser seien versichert, dass sich für sie gar nichts ändert, der Lärm kommt statt aus dem Süden nun aus dem Norden – der Abstand bleibt erhalten. Eventuell vorhandene Lärmschutzfenster muss man ja nur einfach von der Südseite auf die Nordseite umbauen…
    …hier wird nicht Lärmschutz sondern nur Lärmverschiebung betrieben!

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