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Jugendhaus Falltorstraße erhält Architekturpreis
8. Dezember 2011 Pressemitteilung

„Die `Auszeichnung Vorbildlicher Bauten von der Architekten- und Stadtplanerkammer´ für den Umbau des Jugendhauses Falltorstraße in Wixhausen ist ein weiteres Beispiel gebauter Qualität des Eigenbetriebs Immobilienmanagements. Schon die Neubaumaßnahme des Jugendhauses Chillmo in Kranichstein 2006 wurde mit dem 1. Preis des Wettbewerbs der Landesinitiative Baukultur des Landes Hessen „ZusammenGebaut“ und mit der renommierten „Olbrich-Plakette“ des Bundes Deutscher Architekten ausgezeichnet. Die Mobilitätszentrale am Hauptbahnhof hat 2006 den „Renault-Traffic-Future-Award“ erhalten und die meisten unserer aktuellen Projekte werden zum alljährlichen Tag der Architektur ausgewählt und der Öffentlichkeit vorgestellt. All dies zeigt, wir legen von Seiten der Stadt Darmstadt und der Bauverwaltung Wert auf Architektur- und Baukultur“, erläuterte Baudezernentin Brigitte Lindscheid am Freitag (02.12.11) in Anwesenheit des Vizepräsidenten der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, Harald Clausen, und Vertretern des Eigenbetriebs Immobilienmanagements bei der Anbringung der Metall-Plakette am Jugendhaus. „Wir freuen uns sehr über diese neue und bedeutende Auszeichnung und nehmen sie zum Ansporn weiter auf qualitätvolles Bauen zu setzen“, versprach Stadträtin Lindscheid weiter.

Der Architekturpreis „Auszeichnung vorbildlicher Bauten im Land Hessen“ wird seit 1954 im Drei- Jahres-Rhythmus verliehen und ist damit der älteste kontinuierlich vergebene Preis dieser Art in Deutschland. Mit dem Engagement von Land und Kammer soll auch die Bedeutung des qualitätvollen Bauens als unverzichtbarer Bestandteil der europäischen Kultur betont werden. Das Thema der Auszeichnungen vorbildlicher Bauten im Land Hessen 2011 lautete: „Qualitätvolle Lösungen für Tourismus, Freizeit und Erholung“. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Ludwig Wappner wählte am 31. März 2011 aus insgesamt 84 Arbeiten 15 Bauten aus und vergab an diese sechs „Auszeichnungen“ sowie neun „Besondere Anerkennungen“. Bei der Preisverleihung am 24. Mai 2011 haben der mit der Planung und Bauleitung beauftragte Architekt Matthias Schrimpf und Vertreter des Eigenbetriebs Immobilienmanagement neben einer Urkunde auch eine Metall-Plakette erhalten, das jetzt am Gebäude befestigt wurde.

Das ehemalige Turnhallengebäude und Kino wurde im Rahmen einer Grundsanierung innerhalb eines Jahres zu einem Jugendhaus umgebaut. Das eingeschossige Bauwerk, 1928 vom örtlichen Turnverein errichtet, liegt schräg gegenüber vom Bahnhof Wixhausen, einem Stadtteil im Norden von Darmstadt, der 1977 eingemeindet wurde. Dort reiht es sich mit seiner auffälligen Schildgiebelfassade ein in die typische, kleinteilige Bebauung, wie man sie in allen kleineren Orten dieser Gegend findet. Das Gebäude wurde unter Beteiligung der Jugendlichen neu strukturiert: Das besondere bei diesem Jugendhaus ist die zentrale, multifunktionale Halle, die teilbar und somit gleichzeitig für Bewegungsspiele und Gruppenarbeit sowie für größere Veranstaltungen nutzbar ist. Flankiert wird dieser große Raum mit seinem dunklen Parkettschwingboden von einem Cafe, einem kleinen Arbeitsgruppenraum und weiteren Nebenräumen, die mit kontrastierenden, kräftig-grünen Bodenbelägen ausgestattet wurden. Vor der Sanierung waren die verputzten Wände der Halle von Ballabdrücken übersät. Dieses gewachsene Muster kontinuierlicher Wandverschmutzung wurde als Leitmotiv in einer ornamentalen Wandgrafik von Anke Meenenga und Nikola Schulz von der Grafikagentur Hausgrafik aus Darmstadt aufgenommen. Die Bruttobauwerkskosten betrugen 530.000 Euro.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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