Neue Klangerfahrungen in der Böllenfalltorhalle – Konzerte des neuen Festivals für Moderne Musik „cresc…“ auch in Darmstadt


24. November 2011 - 06:44 | von | Kategorie: Kultur | Artikel drucken
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crescEs gibt Werke, die sprengen den Konzertsaal. Sie brauchen eine ganze Halle, die zur Bühne wird. Wie die Darmstädter Böllenfalltorhalle am 26. November 2011, ab 19 Uhr. Dort wirbeln gleich zwei Spitzenklangkörper, das hr-Sinfonieorchester und das Ensemble Modern, Musik und Raum durcheinander. Orchester und Publikum vermischen sich, und Töne werden auf Wanderschaft durch den Raum geschickt. „Gruppen³“ ist das ungewöhnliche Konzertereignis überschrieben, das von Matthias Pintscher geleitet wird. Auf dem Programm steht selten Gespieltes: „Terretektorh“(Erdbeben) des griechischen Komponisten und Architekten Jannis Xenakis und Karlheinz Stockhausens „Gruppen“ für 3 Orchester, Thierry de Meys „Musique de tables“ sowie das neue Werk von Anthony Cheung „Fog Mobiles“. Eine Werkeinführung gibt es zuvor um 18.15 Uhr. Das Konzert ist Teil des dreitägigen internationalen Festivals „cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main“ vom 25. bis 27. November mit acht Konzerten in vier Spielstätten in Frankfurt und Darmstadt.

Um 22 Uhr, im Anschluss an das Konzert in der Böllenfalltorhalle, lädt das 1999 in Berlin gegründete Musikerkollektiv „zeitkratzer“ in den Darmstädter Club 603qm. Das international zusammengesetzte Ensemble überspringt spielend leicht alle Genre-Grenzen. zeitkratzer präsentiert im Rahmen von „cresc…“ eine knapp einstündige konzertante Begegnung mit der Musik von Iannis Xenakis unter dem Titel „Xenakis[a]live!“. Darüber hinaus ist eine Live-Video-Performance des Berliner Video-Künstlers Lillevan zu erleben.

Das neue Festival „cresc…“ zeigt, wie vital und vielseitig die aktuelle Musik ist. Führende Orchester und Ensembles eröffnen neue Dimensionen von „Musik und Raum“. Junge Komponisten aus aller Welt setzen sich mit neuen Werken in Beziehung zu dem Schaffen des innovativen Komponisten Iannis Xenakis (1922-2001), einem „Klassiker“ der Neuen Musik. Werkeinführungen, ein Symposium und eine Xenakis-Ausstellung begleiten das Festival, das von nun an alle zwei Jahre die traditionsreiche Bedeutung des Rhein-Main-Gebiets auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik aktualisieren wird.

Die Träger des Festivals cresc….
Hochrangige Kulturträger haben sich für „cresc…“ (sprich: kresch) [krE`∫ ] zusammengefunden: Veranstalter sind das Ensemble Modern und das hr-Sinfonieorchester in Kooperation mit dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt und in Zusammenarbeit mit dem Institut für zeitgenössische Musik der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Ermöglicht wird das Festival durch die Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main und der Allianz Kulturstiftung.

Zu Gast bei cresc….
Mit dem Ensemble intercontemporain aus Paris wird eines der renommiertesten Ensembles der Neuen Musik unter Leitung seiner Chefdirigentin Susanna Mälkki zu Gast sein. Aus New York kommt das 2003 gegründete JACK Quartet, ein junges Streichquartett, das in den letzten Jahren zu einer der führenden Formationen für die zeitgenössischen Errungenschaften dieses Genres avancierte. Das Berliner Ensemble zeitkratzer führt in seinem typischen Sound zwischen metaphysischem Rauschen und gewalttätigem Noise die elektronischen Kompositionen Xenakis‘ auf ihren Instrumentalcharakter zurück. Die hr-Bigband bringt zusätzlich den Aspekt der Improvisation mit ins Spiel, ein Terrain auf dem sich auch der energiegeladene Multikünstler Christian Lindberg bewegt. Als Gast-Dirigenten stehen Johannes Kalitzke und Matthias Pintscher am Pult des Ensemble Modern, des hr-Sinfonieorchesters und des IEMA-Ensemble.

Eintrittskarten: Preise und Vorverkauf .
Einzelkarten: 12 bis 20 Euro, Festivalpass: 75 Euro, 3er Abo: 35 Euro Schüler/Studierende/Auszubildende: Festivalpass 40 Euro, Einzelkarten die Hälfte. Symposium und Ausstellung sind frei. Karten-Vorverkauf unter (069) 155-2000 oder unter www.cresc-biennale.de und www.hr-ticketcenter.de und an allen üblichen Vorverkaufsstellen.

cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main
25.–27. November 2011
Musik und Raum – Iannis Xenakis

Interpreten:
Ensemble intercontemporain (Paris), Ensemble Modern, Örjan Fahlström, hr-Bigband, hr-Sinfonieorchester, Internationales Ensemble der Internationalen Ensemble Modern Akademie, JACK Quartet (New York), Johannes Kalitzke, Christian Lindberg, Susanna Mälkki, Matthias Pintscher, zeitkratzer (Berlin)

Veranstaltungsorte:
hr-Sendesaal, Hessischer Rundfunk, Frankfurt, Bertramstraße 8 Frankfurt LAB Böllenfalltorhalle, Darmstadt 603qm, Darmstadt

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