„Cyber-Security“: Hochschule Darmstadt erhält BMBF-Förderung für neue Konzepte in der IT-Weiterbildung


7. Oktober 2011 - 08:29 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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Hochschule DarmstadtDie Cyber-Kriminalität steigt, hochqualifizierte IT-Sicherheitsexperten werden händeringend gesucht. Um die Entwicklung innovativer Aus- und Weiterbildungskonzepte im Bereich der digitalen Sicherheit voranzutreiben, ist das Open Competence Center for Cyber Security (Open C3S) vorgesehen, an dessen Aufbau auch die Hochschule Darmstadt (h_da) beteiligt ist. Das Großprojekt wurde jetzt im Rahmen des Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) prämiert und erhält in den kommenden dreieinhalb Jahren eine Gesamtförderung von fünf Millionen Euro. Der Hochschule Darmstadt stehen 650.000 Euro für die ihr zugeteilten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Verfügung.

Projektleiter von Seiten der h_da ist Prof. Harald Baier vom Fachbereich Informatik, zugleich Direktoriumsmitglied im Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED). Die von ihm geleitete CASED-Gruppe der Hochschule Darmstadt ist in das Open C3S-Projekt involviert und beteiligt sich an drei von insgesamt sechs Teilprojekten: der Entwicklung eines Fern-Bachelor-Studiengangs „IT-Sicherheit“, eines Fern-Master-Studiengangs „eFraud“ (u.a. Module Computerforensik, Sicherheitsprotokolle) sowie zur fachspezifischen Konzeption von Vorbereitungskursen auf ein IT-Hochschulstudium.

Insgesamt sind der Open C3S-Verbundgruppe acht Hochschulen angeschlossen, die jeweils unterschiedliche Projektbausteine bearbeiten. Neben der h_da sind es die Hochschule Albstadt-Sigmaringen als Projektkoordinator, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Eberhard Karls-Universität Tübingen, die Ruhr-Universität Bochum, die Freie Universität Berlin, die Hochschule Offenburg sowie die Technische Universität Darmstadt.

„Ziel der Verbundpartner ist es, Forschungswissen aus wichtigen IT-Bereichen möglichst schnell in die Praxis zu übertragen und eine Weiterbildungsplattform zu installieren, über die passende Studienprogramme angeboten werden“, erläutert Harald Baier. Zielgruppe sind insbesondere Berufstätige, die die formalen Voraussetzungen für ein Studium nicht erfüllen oder etwa wegen familiärer Pflichten erschwerte Voraussetzungen zur Aufnahme eines Studiums haben. „Das Konzept verfolgt das angelsächsische Modell einer offenen Hochschule, die keine starren Aufnahmekriterien hat“, sagt Harald Baier. „Möglichst viele Menschen mit beruflichen Vorkenntnissen sollen erreicht werden.“

Insgesamt 167 Projekte hatten sich beim BMBF im Rahmen des Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ um eine Förderung beworben. „Open C3S“ ist eines von 26 ausgewählten Projekten. Nach dem Ende des Förderzeitraums 2015 ist eine Anschlussförderung von weiteren zweieinhalb Jahren vorgesehen, in denen die Konzepte dann umgesetzt werden können. Hierfür wird es 2014 eine erneute Wettbewerbsrunde geben.

Quelle: Hochschule Darmstadt

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