Filmischer Beitrag über die Verstrickung polnischer Bürger in die Zusammenarbeit mit dem kommunistischen Geheimdienst


27. August 2011 - 08:21 | von | Kategorie: Kultur | Artikel drucken
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FilmrolleDas Deutsche Polen Institut zeigt am Freitag, 2. September 2011, um 19:00 Uhr im Literaturhaus Darmstadt, Kasinostr. 3 den Film Różyczka (Röslein) von Jan Kidawa-Błoński. Der Eintritt ist frei.

Der Film spielt in der Volksrepublik Polen 1967-1968 und zeigt ein gefährliches Spiel zwischen einem bekannten Schriftsteller, seiner jungen Frau und deren Liebhaber.

Der Autor und Literaturprofessor Adam Warczewski (Andrzej Seweryn) erlebt eine Romance mit der viel jüngeren, attraktiven Kamila Sakowicz (Magdalena Boczarska). Trotz Altersunterschied und einer zur Schau getragenen Ablehnung seitens seines Freundeskreises heiratet Warczewski das „Mädchen aus dem Nichts“. Starken Gefühlen ausgesetzt, glaubt er nicht daran, dass das umstrittene Verhältnis kein Zufall sein kann. Er weiß nicht, dass Kamila ein Doppelspiel treibt: Sie trifft heimlich einen anderen Mann, den Geheimdienstoffizier Roman (Robert Wieckiewicz), von dem sie nicht nur gefühlsmäßig, sondern auch dienstlich abhängig ist. In seinem Auftrag soll sie die Ansichten und die Kontakte Warczewskis ausspionieren, um ihn zu kompromittieren.

Die Handlung ist eingebunden in die antisemitische Kampagne, die die polnische kommunistische Partei 1968 losgetreten hat. Auch Warczewski wird sein „wahrer“ Name (Wejner) und die damit verbundene angebliche jüdische Abstammung vorgeworfen.

Der Film erhielt die Goldenen Löwen, die höchste polnische Filmauszeichnung, auf dem 35. Filmfestival in Gdynia 2010.

Der Film wird im Rahmen der Deutsch-Polnischen Sommerakademie des Deutschen Polen-Instituts gezeigt.

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