Aschenbahn mit Arsen und Thallium belastet – TU sperrt Laufbahn im Hochschulstadion


8. Juli 2011 - 11:47 | von | Kategorie: Umwelt | Artikel drucken
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AtheneDie Technische Universität Darmstadt hat die Laufbahn ihres Hochschulstadions gesperrt. Bodenuntersuchungen hatten in der Deckschicht der Aschenbahn eine Belastung mit Arsen und Thallium ergeben, die über den zulässigen Grenzwerten liegt.

Die Technische Universität Darmstadt hat am Freitag (08.07.11) die Laufbahn ihres Hochschulstadions gesperrt, da die rund vier Zentimeter dicke Deckschicht der Aschenbahn mit den Schwermetallen Arsen und Thallium belastet ist. Bodenuntersuchungen zur Vorbereitung von Umbauarbeiten am Hochschulstadion ergaben eine Belastung, die den Grenzwert bei Arsen bis zum siebenfachen, bei Thallium bis zum dreifachen übertreffen. Der Rasenplatz, von dem ebenfalls Proben genommen worden waren, ist nicht belastet.

Als vorbeugende Maßnahme hat die TU Darmstadt die Aschenbahn gesperrt und wird sie Anfang kommender Woche mit einer Plane abdecken. Im Rahmen der Umbauarbeiten im Stadion wird die Deckschicht dann abgetragen.

Arsen und Thallium sind giftig beim Einatmen und beim Verschlucken. Für Freizeitanlagen gelten nach der Bundes-Bodenschutzverordnung Grenzwerte von 125mg/kg für Arsen und 25mg/kg für Thallium. Die entnommenen Proben wiesen an verschiedenen Entnahmestellen stark schwankende Werte auf, die von einer Belastung unterhalb der Grenzwerte bis zu Höchstwerten von 880mg Arsen/kg und 69mg Thallium/kg reichten.

Für eine toxikologische Bewertung und eine Einschätzung der gesundheitlichen Auswirkungen auf die Nutzer der Laufbahn befindet sich die TU Darmstadt derzeit im Gespräch mit medizinischen Experten, unter anderem des Klinikums Darmstadt. Nach erster Einschätzung der Ärzte ist auf Basis der festgestellten Konzentrationen keine gesundheitliche Gefährdung der bisherigen Nutzer gegeben. Besorgte Sportler können sich gleichwohl an die betriebsärztlichen Betreuer der TU Darmstadt unter arbeitsmedizin-da@medical-gmbh.de wenden.

Quelle: TU Darmstadt

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