Hessen investiert weiter in LOEWE-Zentren – Forschungszentren mit Beteiligung der TU Darmstadt erfolgreich im LOEWE-Wettbewerb


27. Juni 2011 - 16:30 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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Technische Universität DarmstadtDas Land Hessen wird die drei LOEWE-Zentren unter Federführung oder mit maßgeblicher Beteiligung der TU Darmstadt bis 2014 mit über 50 Millionen Euro fördern. Das gab das Hessische Wissenschaftsministerium am Montag (27.06.11)  in Wiesbaden bekannt.

Im Rahmen des hessischen Forschungsförderungsprogramms „ LOEWE“ (L andes- O ffensive zur E ntwicklung w issenschaftlich-ökonomischer E xzellenz) wird das Land Hessen die drei LOEWE-Zentren „CASED“, „AdRIA“ und „HIC for FAIR“ bis 2014 mit insgesamt rund 51,2 Millionen Euro fördern. Die TU Darmstadt ist an den Zentren federführend oder maßgeblich beteiligt. Nicht erfolgreich waren dagegen die beantragte Fortführung des bisherigen Schwerpunktes „Eigenlogik der Städte“ als LOEWE-Zentrum sowie der Antrag für einen LOEWE-Schwerpunkt mit dem Titel „Macht der Technik“.

Die Projekte im Detail:

Das Center for Advanced Security Research Darmstadt ( CASED) hat sich mittlerweile zu einem in Deutschland einmaligen Zentrum entwickelt, das IT-Sicherheitsexperten aus verschiedenen Forschungsgebieten und Disziplinen zusammenbringt. Über 170 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen daran, die Daten und Dienste in unserer Umgebung langfristig sicher zu gestalten. Dabei betrachten sie die gesamte Sicherheitskette vom Schutz der Daten über die Sicherheit eingebetteter Hard- und Softwaresysteme, sichere Dienste und Geschäftsprozesse bis hin zum Schutz des Menschen. Unter Federführung der TU Darmstadt bündelt CASED dazu die an der TU, der Hochschule Darmstadt und im Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT bestehende Sicherheits-Expertise. CASED wird bis 2014 mit 13,4 Millionen Euro gefördert.

Das Zentrum Adaptronik – Research, Innovation, Application (AdRIA) arbeitet daran, die wissen schaftlich-technischen Hürden der Schlüsseltechnologie Adaptronik zu überwinden und bietet Spitzenforschung für den Markt der Adaptronik an. Dazu integriert das Zentrum Maschinenbau, Material- und Geowissenschaften, Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik, Mathematik und Chemie. An der TU Darmstadt wurde ein Forschungsschwerpunkt Adaptronik eingerichtet. Längerfristig soll ein neues Fraunhofer-Institut für Adaptronik entstehen. AdRIA wird koordiniert von Professor Holger Hanselka, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Kranichstein und Professor im Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt. AdRIA erhält bis 2014 Fördermittel in Höhe von 18,4 Millionen Euro.

Das Helmholtz International Centre for FAIR ( HIC for FAIR) ist eine Kooperation der Goethe-Universität Frankfurt, der Technischen Universität Darmstadt, der Justus-Liebig-Universität Gießen, des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionen for schung und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher For schungszentren. Gemeinsam bringen die Partner ihre Stärken in das zukünftige Beschleunigerzentrum FAIR an der GSI ein, um die international anerkannte Exzellenz in der physikalischen Grundlagenforschung festzuschreiben. In dem Zentrum geht es um die Entwicklung neuer Methoden, Modelle, Beschleuniger und Versuchsanordnungen für FAIR und um die Auswertung und Interpretation der in FAIR-Experimenten gewonnenen extrem großen Datenmengen. FAIR wird Antiprotonen- und Ionenstrahlen mit bisher unerre ic hter Intensität und Qualität liefern und eine noch n ic ht da gewesene Vielfalt an Experimenten ermögl ic hen, von denen die Physiker neue Einbl ic ke in die Struktur der Materie und die Evolution des Universums erwarten. Bis 2014 erhalten die Physiker 19,4 Millionen Euro aus dem LOEWE-Programm.

Der LOEWE-Schwerpunkt „Eigenlogik der Städte“ erarbeitet eine qualitative Typologie der Städte, die die Andersartigkeit von Städten aufgreift sowie Strategien der „eigenständigen“ Profilbildung deutlich macht. Untersucht werden besonders sozialökologische und informationsökonomische lokale Entwicklungen. Zwei zentrale Fragen stehen im Zentrum der Analyse: Welche Strukturen lassen sich in Fallanalysen als das Besondere (das „Rückgrat“) von Städten bestimmen? Welche Städte lassen sich aufgrund von Ähnlichkeiten einem Typus zuordnen? Ziel ist es, Stadtentwicklung in ihrer Differenziertheit wissenschaftlich zu erfassen. Der LOEWE-Schwerpunkt wurde bislang mit jährlich 1,5 Millionen Euro gefördert. Da die angestrebte Entwicklung zum LOEWE-Zentrum nicht zustande kommt, wird das Projekt bis 2013 eine Auslauffinanzierung in Höhe von 1,4 Millionen Euro erhalten.

Im beantragten Schwerpunkt “Macht der Technik“ wollten TU-Wissenschaftler analysieren, mit welcher Dynamik neue Technologien die soziale Wirklichkeit verändern.

Das LOEWE-Programm an der TU Darmstadt

Mit dem Forschungsförderungsprogramm LOEWE will das Land Hessen seit 2008 wissenschaftspolitische Impulse setzen und damit die hessische Forschungslandschaft nachhaltig stärken. Die Landesregierung leistet eine Anschubfinanzierung, die den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen eine Schwerpunktbildung und damit eine weitere Profilierung erleichtern soll.

Quelle: TU Darmstadt

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