Großer Woog mutiert zur Museumslandschaft


18. Juni 2011 - 17:09 | von | Kategorie: Ausstellung, Kultur | Artikel drucken
  Teilen auf: Twitter | Facebook | Google+ | AddThis

Simulation der Installation "Ahoi": 220 Schwimmreifen gleiten auf dem Großen WoogDarmstadts Naturbadesee, der Große Woog, verwandelt sich in der kommenden Woche in eine faszinierende Museumslandschaft: Die beiden österreichischen Architektinnen Sandra Janser und Elisabeth Koller sowie ihr argentinischer Kollege Santiago Castorina lassen 220 überdimensionale Schwimmreifen über die Wasserfläche gleiten. Die orangefarbenen Reifen, die – in Vierergruppen und einem Abstand von 30 Metern angeordnet – scheinbar miteinander kommunizieren, werden mit Seilen und Steinen im See verankert. Diese im Rahmen des Darmstädter Architektursommers realisierte Installation trägt den Titel „Ahoi“ und wird von Merck gesponsert.

Die Projektautoren sehen, wie sie in ihrem Konzept darstellen, im knapp sechs Hektar großen Woog ein „Juwel Darmstadts“, das durch eine Umzäunung vom umgebenden städtischen Raum abgetrennt sei. Durch die Installation werde „der Badesee zur Ausstellungsfläche, der Badegast zum Museumsbesucher und der Spaziergänger zum Zaungast“. Die Woog-Besucher können die Künstler, die von einigen Architekturstudenten unterstützt werden, ab Montag (20.06.11) bei ihrer Arbeit zusehen. Wer möchte, kann sich am Mittwoch (22.06.11) an der Ausbringung der Reifen im See beteiligen (Anmeldung per E-Mail bei den Organisatoren bitte unter: workshop [at] stadtfinden [dot] net). Der Badebetrieb im Naturfreibad geht unterdessen ungestört weiter.

Auch nachts verbreitet die Installation eine besondere Leichtigkeit, denn an jedem Schwimmreifen ist innen eine LED-Solarleuchte angebracht. Am Donnerstagabend planen die Veranstalter des Architektursommers eine „Night on Woog“, in der bis 21 Uhr geschwommen werden darf. An diesem Abend können Interessierte die Schwimmreifen als Souvenir ersteigern. Die Käufer können sie am darauffolgenden Freitag abholen, wenn die Installation abgebaut wird.

„Bei der Entscheidung für dieses Projekt stand die Ästhetik im Vordergrund“, begründet Daniela Lewin, bei Merck für Kultursponsoring zuständig, die Entscheidung für die Unterstützung der Installation im Rahmen des Architektursommers. „Auch wir sagen ,Ahoi‘ und drücken den Künstlern die Daumen, dass die durch LEDs beleuchteten Schwimmkörper auch nachts ihre besondere Ausstrahlung entfalten. Dann wäre der Brückenschlag zu Merck, wo ja auch an innovativen Leuchtmitteln geforscht wird, nahezu perfekt.“

Weitere Informationen zum Architektursommer Rhein-Main 2011 und den weiteren Stadtrauminszenierungen in Darmstadt finden sich im Internet unter: www.asrm2011.de.

Quelle & Bild: Merck KGaA

Teilen auf: Twitter | Facebook | Google+ | AddThis

Tags: , , , ,




Kommentar verfassen