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Gebäude des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt auf der Mathildenhöhe nach umfassender Sanierung offiziell wieder eröffnet


15. Juni 2011 - 17:20 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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Hochschule DarmstadtDer Gebäudekomplex des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt ist nach umfangreichen Sanierungsarbeiten offiziell wiedereröffnet worden. Knapp 6,8 Millionen Euro aus dem vom Land mitfinanzierten Konjunkturprogramm II des Bundes wurden seit Juli 2010 für energetische, sicherheitstechnische und räumliche Verbesserungen investiert. Mit dem Glasanbau über dem ehemaligen Vorhof ist darüber hinaus ein neuer attraktiver Eingang entstanden, der die Ausstellungsflächen des Fachbereichs vergrößert. Mit der Neugestaltung der Außenanlagen wird das Bauvorhaben im Juli vollständig abgeschlossen sein.

„Die Renovierung der Gebäude erhöht nicht nur die Attraktivität des Fachbereichs“, sagte die für Hochschulbau zuständige Abteilungsleiterin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Irene Bauerfeind-Roßmann. „Mit der energetischen Sanierung leistet das Land auch einen Beitrag zum effizienten Umgang mit Energie und zu einer nachhaltigen Entwicklung an einem strategisch bedeutsamen historischen Standort.“

Prof. Dr. Ralph Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt, hob hervor:„Nach baulicher Grundsanierung und Modernisierung präsentiert sich unser traditionsreicher Fachbereich Gestaltung mit neuem Selbstbewusstsein in der architektonisch anspruchsvollen Umgebung des Jugendstilzentrums Mathildenhöhe. Mit der neuen gläsernen Ausstellungshalle kann das Fachbereichsgebäude zum Schaufenster eines modernen Designstudiums und zu einem Dialogzentrum der Hochschule Darmstadt mit der Öffentlichkeit werden.“

Jochen Partsch, Stadtrat und gewählter Oberbürgermeister von Darmstadt, sagte: „Der Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt spielt auf der Mathildenhöhe eine besondere Rolle, repräsentiert er doch die besondere Tradition der praxisorientierten Designausbildung in unserer Stadt. Dem Standort wird in Zukunft aber auch aus anderen Gründen unser besonderes Augenmerk gelten, denn wir wollen den Osthang der Mathildenhöhe in einem internationalen Wettbewerb und mit bürgerschaftlicher Beteiligung entwickeln und wieder wachrufen, was die Mathildenhöhe immer auch war: ein Experimentier- und Forschungsfeld für gute Architektur und gutes Design. Einen kleinen Vorgeschmack auf das, was dabei an Bewahrendem und Zeitgemäßem geleistet werden kann, bietet der Fachbereich Gestaltung mit seinem modernisierten Gebäudekomplex und mit seinem Engagement für praktische Kreativität in unserer Stadt.“

Die Renovierung umfasste sowohl das Hochschulgebäude, das in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts von dem Darmstädter Investor Jakob Mengler geplant worden war, als auch jenen direkt anschließenden denkmalgeschützten Altbau, der als Teil eines später zerstörten Komplexes 1914 von Albin Müller für die letzte Jugendstilausstellung entworfen worden war. Nachkriegsbau und Altbau wurden jetzt im Erdgeschoss miteinander verbunden. Unter anderem durch den Einbau eines Lifts sind sie nun in wesentlichen Bereichen auch barrierefrei erreichbar.

Durch die Sanierung verfügt der Fachbereich nun über einen Gebäudekomplex, der in energetischer, brandschutztechnischer, räumlicher und architektonisch-ästhetischer Hinsicht höchsten Ansprüchen genügt. Der bisherige Innenhof wurde in einen verglasten Innenraum mit einem großen Baum verwandelt; die gläserne neue Eingangshalle auf der Seite des Hochzeitsturms bietet Platz für Veranstaltungen und Ausstellungen. Im Obergeschoss wurde ein neues Medienlabor eingerichtet. Durch das Fassadenkonzept wurde das Nachkriegsgebäude energetisch optimiert und in ein veredeltes kubisches Objekt verwandelt, dessen Öffnungen nach kompositorischen und funktionalen Gesichtspunkten angeordnet sind. Fenster mit großen quadratischen Öffnungen und seitlichen plastischen Laibungen geben dem Bau ein neues charakteristisches Aussehen.

Durch die Neuordnung des bisher kleinteiligen Innenbereichs mit seinen Fluren sind neue Seminarräume und zusätzliche Arbeitsbereiche für Studierende entstanden. Prof. Michael Richter, Dekan des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt, sagte dazu: „Durch die räumliche Umgestaltung wurde der Platz im Gebäude demokratisiert. Wir können jetzt jedem Studienanfänger einen Arbeitsplatz im Fachbereich bieten, auch Studierende höherer Semester haben nun deutlich mehr Raum für die Arbeit in kleinen Gruppen, die das Design-Studium an der h_da traditionell auszeichnet. Unsere Studierenden können jetzt noch besser projektbezogen von den Lehrenden und voneinander lernen – das sind auch im internationalen Vergleich ideale Bedingungen.“

Vor dem Hintergrund der langfristigen Entwicklung der Mathildenhöhe wurden die Pläne der Darmstädter Architekten Cornelsen + Seelinger mit der Stadt und dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt. „Die architektonische Neuinterpretation des Gebäudes aus den sechziger Jahren durch Entkernen, Ergänzen und Strukturieren hat einen neuen Ort für die Gemeinschaft von Studierenden und Lehrenden geschaffen. Unser architektonisches Konzept zielt darauf ab, die geistige Energie des Fachbereichs Gestaltung sichtbar zu machen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die neue Ausstellungshalle, in dem der Fachbereich die Entstehung von Design attraktiv präsentieren kann und damit gewissermaßen eine inhaltliche Brücke zwischen dem historischen Ort und der Gegenwart schlägt“, erläuterte der Architekt Martin Seelinger.

Der Fachbereich Gestaltung steht in einer Tradition der Gestaltungsausbildung auf der Mathildenhöhe, die älter ist als die Hochschule Darmstadt selbst: Was 1907, zur Zeit des Jugendstils, mit den Großherzoglichen Lehrwerkstätten begann, führen die Gestalter der Hochschule bis heute fort. Aus dem Konjunkturprogramm II erhält die Hochschule Darmstadt insgesamt etwa 13,5 Millionen Euro. Neben der Sanierung des Fachbereichs Gestaltung werden zurzeit unter anderem die Mensa und das Bibliotheksgebäude auf dem Campus Innenstadt unter energetischen Gesichtspunkten saniert.

Quelle: Hochschule Darmstadt

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