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Schornsteinteile für HSE-Gasturbinenanlage auf dem Knell-Gelände angekommen – Aufbau mit 500-Tonnen-Kran


7. Juni 2011 - 13:49 | von | Kategorie: Wirtschaft | Artikel drucken
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SchornsteinröhreEin 500 Tonnen schwerer Lastenkran hat die beiden Schornsteine der neuen HSE-Gasturbinenanlage in der Frankfurter Straße aufgebaut. Mit größter Präzision setzte am Dienstag (07.06.11) das Team um Bauleiter Wolfgang Godau nacheinander die beiden 9 Meter langen und 27 Tonnen schweren Endstücke der Schornsteine auf. Zuvor wurden am Montag die Schornsteinröhren mit einer Länge von 19 Metern sowie einem Gewicht von 54 Tonnen auf den für sie vorgesehenen Vorrichtungen montiert.

Die vier Schornsteinelemente hatten bereits einen langen Weg hinter sich. Sie kamen per Schiffsfracht und Schwertransport aus Dänemark über Amsterdam und Gernsheim nach Darmstadt. Die etwa 500 Meter lange Kolonne aus vier Lastwagen, mehreren Begleitfahrzeugen sowie Polizeiautos bewegte sich nachts im Schritttempo von Gernsheim nach Darmstadt und brauchte mehr als drei Stunden, um zum Ziel zu gelangen. Die Darmstädter Polizei sperrte zeitweise Straßen ab und schaltete Ampelanlagen aus.

„Wegen der Transporthöhe von rund 5,70 Metern war es an manchen Stellen in der Stadt kritisch und richtige Millimeterarbeit“, sagte Paul van der Geest vom holländischen Schwertransportunternehmen. Grund seien die vielen Straßenbahnenleitungen, die für den Transport von HEAG Mobilo abgebaut und angehoben werden mussten. „Drei Zentimeter niedriger und wir hätten die Schornsteinteile nicht an den Leitungen vorbei bekommen.“ Der Transport ist jedoch problemlos verlaufen, wie die Darmstädter Polizei bestätigte. Durch die orangefarbenen Warnblinker der Lastwagen und das Blaulicht der Polizeistreife dürfte jedoch der eine oder andere Anwohner geweckt worden sein.

Die HSE errichtet in Darmstadt eine hocheffiziente und moderne Gasturbinenanlage mit einer Leistung von 100 Megawatt. Mit einem Volumen von rund 55 Millionen Euro stellt die Anlage eine der größten Investitionen in der Region dar. Im Frühjahr 2012 wird sie in Betrieb genommen und dann Strom als so genannte Regelenergie ins Netz einspeisen. Die Gasturbinenanlage dient als flexibler Ausgleich für die schwankende Verfügbarkeit der regenerativen Energiegewinnung aus Wind und Sonne. Die flexibel zuschaltbare Anlage sorgt für gleichbleibende Bedingungen im Netz und gewährleistet Versorgungssicherheit. Die Gasturbinenanlage deckt als Minutenreserve kurzfristigen Leistungsbedarf und wird nur eingeschaltet, wenn sie gebraucht wird. In nur neun Minuten kann sie von Null auf 100 Megawatt hochgefahren werden.

Die HSE investiert bis 2015 über eine Milliarde Euro in den Ausbau der regenerativen Energien. Über die Hälfte seines Investitionsprogramms hat das Unternehmen bereits umgesetzt. Derzeit hat die HSE 230 Megawatt (MW) Erzeugungskapazitäten in Bau und Betrieb und hat sich das Ziel von rund 450 Megawatt gesetzt. Das Unternehmen besitzt das Eigentum oder Beteiligungen an neun Windparks, vier Solarparks, 120 Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, vier Biogasanlagen und einem Biomasseheizkraftwerk. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt in diesem Jahr auf der Errichtung von Windkraftanlagen. Die Gasturbinenanlage stellt eine sinnvolle Ergänzung für den von der HSE forcierten Ausbau der regenerativen Energien dar.

Am 16. Juni 2011 werden die Generatoren für die Gasturbine geliefert. Am 21. Juni 2011 kommen die Herzstücke für die neue Anlage in der Frankfurter Straße: die Turbinen.

Quelle & Bild: HEAG Suedhessische Energie AG (HSE)

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