Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet


8. April 2011 - 16:32 | von | Kategorie: Umwelt | Artikel drucken
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Eichenprozessionsspinner - Bild: Flickr-User bby_Der Eichenprozessionsspinner ist ein Forstschädling, der bevorzugt Eichen im Wald befällt. Aufgrund der heißen Sommer der letzten Jahre ist mit einem erhöhten Vorkommen des Eichenprozessionsspinners auch in innerstädtischen Bereichen zu rechnen. Der eher unscheinbare graubraune Nachtfalter ist an sich harmlos, doch seine Larven entwickeln ab dem dritten Larvenstadium Gifthaare, die beim Menschen allergische Reaktionen auf der Haut und den Schleimhäuten auslösen können: Bei Kontakt mit den Raupenhaaren können Hautrötungen mit Schwellungen und Juckreiz bis hin zu asthmatischen Anfällen und allergischen Schockreaktionen auftreten.

Zum Schutz der Darmstädter Bevölkerung vor diesen gesundheitlichen Gefahren werden deshalb auch 2011 wieder rund 3.000 Eichen auf städtischen Flächen gezielt gegen den Eichenprozessionsspinner behandelt. Die präventive Bekämpfung der Raupen erfolgt Mitte April bis Anfang Mai durch Besprühen der Eichen mit dem für den Menschen ungefährlichen biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel Bacillus thuringiensis. Die Eichen stehen im gesamten Stadtgebiet verteilt auf Spielplätzen, Friedhöfen, in öffentlichen Grünanlagen und Straßen, in Kindergärten, Schulen und Freibädern sowie im Vivarium. Neben der herkömmlichen Bekämpfung mithilfe einer Hubarbeitsbühne werden im Süden Darmstadts und in Teilen der Innenstadt in diesem Jahr erstmals an ausgewählten Standorten eine Hochleistungssprühkanone eingesetzt.

Ergänzend zur Bekämpfungsmethode vom Boden aus werden einzelne Anlagen (Waldfriedhof, Freizeitgelände Orplid, Arheilger Mühlchen und Waldspielplatz Täubcheshöhle) vom Hubschrauber aus besprüht. Hierfür werden die Anlagen für kurze Zeit gesperrt.

Weitere Informationen zum Thema Eichenprozessionsspinner und Hinweise auf Standorte befallener Eichen gibt es beim Umwelttelefon des Umweltamtes der Wissenschaftsstadt Darmstadt unter der Telefonnummer 06151/13-3313.

Bild: Flickr-User bby_
Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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