Zugang zur hörenden Welt – TU Darmstadt baut Barrieren ab


12. Januar 2011 - 16:40 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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TU DarmstadtWenn es im Umfeld hörbeeinträchtigter Menschen laut zugeht, wird für sie die Verständigung immer schwieriger. Die Technische Universität Darmstadt erleichtert nun diesen Menschen das Zuhören im Audimax.

Die TU Darmstadt hat Induktionsschleifen in das Audimax verlegt. Das zu übertragende Programm wird von einem Mikrofon aufgenommen. Dessen Ausgangsspannung speist über eine Verstärkerkette eine im Boden oder in der Wand verlegte Drahtschleife, die ein Magnetfeld produziert. In der im Hörgerät eingebauten „Telefonspule“ wird dadurch eine Spannung induziert: Diese dient als Eingangssignal für die Signalverarbeitungskette des Hörgerätes. Dieses Prinzip bewirkt eine höhere Sprachverständlichkeit für schwerhörige Zuhörerinnen und Zuhörer als es mit Lautsprecherbeschallung, insbesondere in halligen Räumen, möglich ist. Darüber hinaus schätzen die Betroffenen das einfache Umschalten des Hörgeräts. Der Betrieb und die Bedienung sind einfach und unproblematisch.

Nach einem erfolgreichen Echt-Test mit Betroffenen ging die Anlage zum Jahreswechsel in Betrieb. Damit setzt die TU eine integrative Architektur entsprechend dem „access for all“-Gedanken um. Im geplanten Hörsaal- und Medienzentrum auf der Lichtwiese werden im großen Hörsaal weitere Induktionsspulen verlegt werden.

Die Universitäten in Tübingen, Hamburg, Frankfurt, Zittau und Weimar haben bisher große Hörsäle mit diesen Komponenten ausgestattet.

Quelle: TU Darmstadt

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