Marienhospital feiert 80-jähriges Bestehen


11. November 2010 - 12:58 | von | Kategorie: Lokal | Artikel drucken
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Marienhospital Darmstadt„Ein echter Heiner wird im Marienhospital geboren und mit Woogswasser getauft.“ An diesen Darmstädter Spruch erinnerte Oberbürgermeister Walter Hofmann in seiner Gratulationsrede bei der Feier anlässlich des 80-jährigen Jubiläums des Marienhospitals am Mittwoch (10.11.10). Er bescheinigte dem Marienhospital einen hervorragenden Ruf und lobte die Klinikleitung für „perfektes Management auf höchstem Niveau“. „Die hohe Geburtenrate zeigt, welch hohes Ansehen das Marienhospital genießt.“ Er dankte der Klinik scherzhaft für die „vielen kleinen Heinerinnen und Heiner“ – und versprach ernsthaft, die Stadt werde das Parkproblem der Klinik nun in absehbarer Zeit zur Zufriedenheit aller lösen. Das Marienhospital verhandelt seit sieben Jahren mit der Stadt um den Bau dringend benötigter Parkplätze.

Neben dem Oberbürgermeister hatte Klinikleiterin Schwester Liberata Ricker eingangs 120 Gäste begrüßt, Mitarbeiter, Belegärzte und Freunde des Marienhospitals, darunter auch Pfarrer Johannes Gans sowie Peter Römer, den Präsidenten der hessischen Krankenhausgesellschaft. „80 Jahre Marienhospital Darmstadt sind uns Anlass zu dankbarer Rückbesinnung auf christliches Engagement im Helfen und Heilen“, freute sich Schwester Liberata und ging kurz auf die Geschichte des Krankenhauses ein. Seit 1930 hat sich das Belegkrankenhaus am Martinspfad – damals ausschließlich für Frauen und Kinder gegründet – zu einem modernen Gesundheitszentrum mit allen medizinischen Disziplinen entwickelt. Träger der Klinik ist nach wie vor die Ordensgemeinschaft der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung.

1929 hatten die Schwestern von der Göttlichen Vorsehung ein Villenanwesen am Martinspfad gekauft und von Architekt Max Melsheimer zu einem modernen Krankenhaus umbauen lassen, dem „Sankt Marienhospital“. Es war das erste katholische Krankenhaus für Frauen und Kinder in Darmstadt. Ab 1938 wurden im Marienhospital auch Männer behandelt. Von Anfang an war die Klinik ein Belegkrankenhaus, in dem Darmstädter Ärzte ihre Patienten stationär behandeln konnten. Mittlerweile ist die Klinik am Forellenteich mit ihren 115 Betten die führende Geburtsklinik in Südhessen und hat sich auch auf den Gebieten der Kinderheilkunde, Chirurgie-Orthopädie, Augenheilkunde und Inneren Medizin einen Namen gemacht.

Festredner Peter Römer lobte die Entwicklung des traditionsreichen Krankenhauses zum modernen Gesundheitszentrum. Er sprach zum Thema „80 Jahre Marienhospital – Krankenhausbetrieb im Spannungsfeld zwischen Tradition und den Herausforderungen der Zukunft“. „Die Krankenhauslandschaft hat sich seit der Gründung des Marienhospitals sehr verändert, und nicht alle Krankenhäuser werden langfristig überleben“, prognostizierte Peter Römer. Das Marienhospital sei aber für die Zukunft als Belegkrankenhaus sehr gut aufgestellt, führte er aus und fügte hinzu: „Kirchliche Krankenhäuser haben Qualitäten, die weltliche nicht haben: Sie stellen den Menschen in den Mittelpunkt.“ Dieser Aspekt gewinne in einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen alleine lebten, zunehmend an Bedeutung.’Umrahmt wurde die Feier von Musikern des Landespolizeiorchesters. Den humoristischen Abschluss setzte der bekannte Schauspieler Walter Renneisen mit seinem Programm „Deutschland, Deine Hessen“. Auch er bekannte, er fühle sich dem Marienhospital menschlich sehr verbunden – seine Frau sei dort geboren.

Quelle & Bild: Marienhospital Darmstadt

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2 Kommentare
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  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    den Zeitungsartikel von DarmstadtNews habe ich mit INteresse gelesen.

    Den Satz „Kirchliche Krankenhäuser haben Qualitäten, die weltliche nicht haben: Sie stellen den Menschen in den Mittelpunkt.“ habe ich allerdings nicht geäußert. So steht er auch nicht in meinem Manuskript.
    Diese Aussage passt auch nicht zu meiner Position als Präsident der HKG.
    Ich glaube vielmehr, dass auch andere Krankenhäuser den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Römer

  2. Der Artikel wurde uns in diesem Wortlaut vom Marienhospital Darmstadt zur Verfügung gestellt.

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