Mit gefälschten Ausweisen Konten eröffnet – Schaden über 100.000 Euro


9. September 2010 - 13:59 | von | Kategorie: Polizei | Artikel drucken
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KriminalpolizeiGriesheim – Wegen des Verdachts banden- und gewerbsmäßiger Betrugsstraftaten sind jetzt eine 33 Jahre alte Frau sowie ein 35 und 47 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft. Die Darmstädter Kriminalpolizei hatte die türkischen Staatsangehörigen bereits am Dienstag (07.08.10) in Griesheim festgenommen. Dem Trio wird vorgeworfen, mit gefälschten Ausweisen Konten bei verschiedenen Banken sowie Firmen eröffnet zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, mindestens ein knappes Dutzend Straftaten aufgeklärt zu haben. Der Schaden dürfte nach ersten Erkenntnissen mehr als 100.000 Euro betragen.

Nach Hinweisen gerieten die Beschuldigten jüngst in den Blickpunkt der Polizei und wurden unabhängig voneinander festgenommen. Aktueller Hintergrund war Kontoeröffnungen mit falschen Dokumenten, ausgestellt mit Fantasiedaten. Ausgesucht hatten die Beschuldigten sich zwei Griesheimer Geldinstitute. Benutzt wurde das Dokument von einem der Beschuldigten, einem 47 Jahre alten wohnsitzlosen Mann, der sich illegal in Deutschland aufhielt. Bei den Aktivitäten wurde dessen Situation offenbar von seinen Landsleuten ausgenutzt. Dieses Bild stellte sich zumindest bei den Ermittlern ein. Bei den Vernehmungen räumte der Beschuldige ein, gefälschte Ausweise vorgelegt zu haben. Die beiden anderen Verdächtigen, die 33 Jahre alte in Griesheim wohnende Frau und ein 35 Jahre alter, in Frankfurt wohnender Mann wiesen die Vorwürfe hingegen weit von sich. Dennoch reichte die Beweislage für den Ermittlungsrichter aus, alle drei Personen in Untersuchungshaft zu schicken, nachdem die Staatsanwaltschaft Darmstadt die Haftbefehle beantragt hatte.

Die Beschuldigten stehen in dringendem Verdacht, banden- und gewerbsmäßig Betrugsstraftaten durchzuführen. Dabei sollen sie gefälschte Personaldokumente genutzt und Wohnungs-, Gewerbeanmeldungen sowie Kontoeröffnungen durchgeführt haben. Gegen den 47 Jahre alten Mann, der sich illegal aufhielt, gab es bereits im Jahr 2004 eine Ausweisungsverfügung. Seine beiden Mitverdächtigen sind keine unbeschriebenen Blätter mehr und waren bereits einschlägig wegen Scheck-, Kredit, Kontoeröffnungs- und Provisionsbetrugs aufgefallen. Bei Wohnungsdurchsuchungen stellten die Fahnder schriftliche Unterlagen und Computer sicher. Ob und in welchem Umfang weitere Straftaten zu Tage kommen, werden die noch andauernden Auswertungen und Ermittlungen ergeben.

Quelle: Polizeipräsidium Südhessen

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