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Magistrat beschließt Fortschreibung des Luftreinhalteplan 2010: Durchfahrtsverbot für LKWs in der Hügelstraße greift


29. Juni 2010 - 07:19 | von | Kategorie: Umwelt, Verkehr | Artikel drucken
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Messstelle HügelstraßeAls einen „Beitrag zum Schutz der Gesundheit der Darmstädter Bevölkerung und zum präventiven Umweltschutz“ bezeichnete Oberbürgermeister Walter Hoffmann die jetzt im Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt verabschiedete Fortschreibung des Luftreinehalteplans 2010. Hoffmann wörtlich: „Das Herzstück des fortgeschriebenen Luftreinhalteplans ist die Beibehaltung des LKW-Durchfahrtsverbots im Kampf gegen den Feinstaub und zum Wohl der Lebensqualität in Darmstadt“. Ziel sei es, Darmstadt zur Green City auszubauen und verstärkt auf Elektromobilität aus Ökostrom zu setzen.

Stadt und das Land Hessen hätten sich auf die Fortschreibung des Luftreinhalteplans geeinigt. Allein das LKW-Durchfahrtsverbot und das nächtliche Nachtfahrverbot seien ein Erfolg, so Hoffmann, aus dem Vergleich der Verkehrszählungen 2005/07 und 2008 in der stark LKW-frequentierten Hügelstraße ergebe sich, „dass es uns gelungen ist, das hohe LKW-Verkehrsaufkommen vor 2005 zu verringern.“ Oberbürgermeister Hoffmann weiter: „Die Maßnahmen haben gegriffen, wir haben einen Rückgang des LKW-Verkehrs um 30 Prozent in der Hügelstraße zu verzeichnen.“ Die Kontrollen in der Hügelstraße an den Stadteingängen werde man in Zukunft verstärken.

Ein weiterer Faktor im Bündel der Darmstädter Luftreinehalte-Umweltstrategie sei der aktive Einsatz abgasarmer Busse im Öffentlichen Personen-Nahverkehr. So wolle man die Linienbusflotte der Heag MobiBus überdurchschnittlich schnell auf abgasarme Fahrzeuge umstellen.

Die Einführung von Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen nachts sei aus lufthygienischer Sicht jedoch eher „kontraproduktiv“, betonte Hoffmann, der zugleich Umwelt- und Klimaschutzdezernent ist. So führten diese eher zu einer Erhöhung der Luftschadstoffe, wegen der Motorentechnik, habe das hessische Umweltministerium herausgefunden.

Strategisch wirksamer sei die Optimierung der Verkehrssteuerung und das Setzen auf den ÖPNV. Oberbürgermeister Walter Hoffmann verwies dabei auf die bestehenden Straßenbahnlinien nach Kranichstein, Eberstadt und den Ausbau der „Neuen Wege für Arheilgen“, deren Ausbau bis ans Ortsende bis Herbst 2011 voraussichtlich abgeschlossen sein werde: „Die Darmstädter Straßenbahn spielt hier eine umwelt- und verkehrspolitisch gesehen zentrale Schlüsselrolle.“

Da die Feinstaubbelastung im Zuge der Baustellen an der Hügelstraße zunimmt, sei erstmals ein Merkblatt für Baumaßnahmen im innerstädtischen Bereich von Seiten des Umweltdezernats erstellt worden. Auch die Straßensanierungen und die generelle Verbesserung des Verkehrsflusses seien grundlegenden Maßnahmen im Kampf gegen die Luftschadstoffe. Eine Umweltzone komme für Darmstadt nicht in Betracht, da die Effekte zu gering seien: „Damit bekommen wir den Transit-Verkehr nicht aus der Stadt heraus“, so Oberbürgermeister Hoffmann.

Für die Zukunft forderte Hoffmann verstärkte Bemühungen in Bezug auf die Elektromobilität: „Mit den Elektroautos werden wir einen wichtigen Schritt in Richtung auf die Green City Darmstadt gehen.“ Die Elektromobilität sei grundsätzlich zu begrüßen, wenn Öko-Strom benutzt werde. Hoffmann: „Eine geänderte Mobilität, ein verändertes Verkehrsverhalten von uns allen wird eine strategisch zentrale Zukunftsaufgabe sein, hier sind wir gefordert.“

Quelle: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst

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